Unser Review der Reihe Progressive Männlichkeit

Freitag, 17. Januar 2025

 
 
 
 
Grafisch dargestellte Männer mit Kochtopf in der Hand oder Baby auf dem Arm etc
von RubbeldieKatz

Vielen Dank für Euer Mitwirken! | 17.01.2025 | bUm Berlin

Liebe Mitmenschen,

wir möchten uns noch einmal für Eure Mitwirkung an diesem Tag voller Diskussionen, Workshops und Impressionen bei Euch bedanken. Wir hoffen, Ihr hattet ebenso Spaß, wie vielleicht auch den einen oder anderen Aha-Moment während der Veranstaltung.

Anbei erhaltet Ihr den Veranstaltungsrückblick, mit einigen ersten Impressionen. Unten findet Ihr auch noch einmal den Link zu unserer Veranstaltungsseite, auf der inzwischen auch eine Auswahl an Veranstaltungsfotos zu sehen ist.

Podium mit Fikri Anıl Altıntaş, Sineb El Masrar, Christoph May & Christian Dittloff
von Bundesfoto/Laurin Schmidt

In der Bestandsaufnahme ging es zunächst um die Dominanz der traditionellen Bilder von Männlichkeit. Dies betrifft die Popkultur sowie Filme und Serien, die unsere Vorstellungen darüber prägen, „wie ein Mann zu sein hat“. Aber auch politisch könnte die Debatte um Männlichkeiten kaum aktueller sein. Der Anti-Feminismus ist seit einiger Zeit fester Bestandteil rechter Diskurse, und wir haben länger über die Frage diskutiert, ob wir gerade einen konservativen Backlash erleben.

 Christoph May spricht
von Bundesfoto/Laurin Schmidt

Ein Gegenargument dazu war, dass wir die Institutionen und Strukturen des Patriarchats nie überwunden hatten und große Teile der Gesellschaft sich von den progressiven Gegenbewegungen nicht angesprochen fühlten.

Sineb El Masrar
von Bundesfoto/Laurin Schmidt
 

Die feministischen Bewegungen der letzten Jahre haben durchaus versucht, Männer anzusprechen und sie in Allianzen für mehr Gleichberechtigung einzubinden. Dennoch fehlt es an einer klaren Vorstellung, wie eine „progressive Männlichkeit“ aussehen könnte. Konsens war, dass es eine utopische Projektion wie „Progressivität“ braucht, dies jedoch einen Reflexions- und Suchprozess beinhalten muss.

Dies sollte auf der Basis von Werten wie Empathie, emotionale Offenheit und die Anerkennung von Vielfalt geschehen. Kritisch angemerkt wurde, dass eine „weichere Form“ der Männlichkeit allein nicht ausreiche, solange an den strukturellen Ungleichheiten nichts verändert werde. Außerdem gibt es durchaus eine wachsende Anzahl an Männern, die verschiedene Aspekte der Selbstfürsorge nutzen, ihre gesellschaftlichen Verhaltensweisen aber nicht verändern oder ihre Privilegien infrage stellen bzw. gar abgeben.

 Christian Dittloff
von Bundesfoto/Laurin Schmidt
Fikri Anıl Altıntaş
von Bundesfoto/Laurin Schmidt
 

Schließlich haben wir über die Verhandlungen von Männlichkeiten in migrantischen Milieus gesprochen. Einwanderungsgesellschaften zeichnen sich oft dadurch aus, dass es eine Vielzahl von Normen und Werten gibt, die gleichzeitig und parallel zueinander existieren und sich ggf. widersprechen. Daraus können Konflikte entstehen, dabei spielen kulturelle, soziale und ökonomische Faktoren eine Rolle.

Wir haben uns die Frage gestellt, wie wir junge Menschen, die von Unsicherheiten und Spannungen hinsichtlich ihrer Identität betroffen sind, in den Dialog über Männlichkeit konstruktiv mit einbeziehen können. Der Workshop mit Heroes hat dafür viele konkrete Anknüpfungspunkte geliefert und insgesamt eine positive, zuversichtliche Stimmung geschaffen.

Podium mit HEROES
von Bundesfoto/Laurin Schmidt

 

Hier findest Du nochmal einige Einblicke der Veranstaltung und alle weiteren Aspekte der Reihe.

Danke, dass Du dabei warst!

 

Dein Team Zusammenhalt in Vielfalt der
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Referat Demokratie, Gesellschaft & Innovation