Erinnerung zum Review der Reihe Progressive Männlichkeit

Freitag, 17. Januar 2025

 
 
 
 
Grafisch dargestellte Männer mit Kochtopf in der Hand oder Baby auf dem Arm etc
von RubbeldieKatz
 

Diskussion und Workshops | 17.01.2025 | bUm Berlin

 

In der Männlichkeiten-Reihe der FES wurden seit 2022 verschiedene Fragen zum Verhältnis von Männern zur feministischen Bewegung verhandelt. Ausgangspunkt war die Abgrenzung von Formen der toxischen Männlichkeit und die Suche nach einem progressiven Gegenbild. Diese Suche wurde immer auch als ein Prozess verstanden, in der es um kritische Selbstreflexion und um die Vielfalt von Männlichkeitsvorstellungen ging.

Zum Abschluss der Reihe möchten wir mit Euch gemeinsam einige der Diskussionen nochmal aufgreifen und im aktuellen gesellschaftlichen Kontext diskutieren. Wir möchten Eure Expertise möglichst gut einbinden und in diesen politischen Zeiten mit Euch erörtern, welche Schlussfolgerungen und Handlungsmöglichkeiten wir sehen.

Unser "Review" lädt Euch ein, themenoffen all die Aspekte rund um progressive Männlichkeit anzusprechen, mit unseren Expert_innen zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Können Männer überhaupt Feministen sein? Was braucht es dazu? Warum ist eine feministische Welt auch für Männer gut? Und was bedeutet es, ein progressiver Mann zu sein?

 

Euer Team Zusammenhalt in Vielfalt der
Friedrich-Ebert-Stiftung
Referat Demokratie, Gesellschaft & Innovation

 

 

PROGRAMM

13:00 Uhr

Get-Together und Mittagsimbiss

14:00 Uhr

Begrüßung und Gesprächsrunde über „progressive Männlichkeit“, mit Fikri Anıl Altıntaş, Sineb El Masrar, Christoph May & Christian Dittloff

Moderation: Philipp Kauppert, FES

Worüber wir sprechen möchten:

  • Bestandsaufnahme: welche Männlichkeitsbilder sind momentan dominant? Was hat das mit dem aktuellen Erstarken des Anti-Feminismus zu tun?
  • Welche Gegenbewegungen gibt es gegenüber der patriarchalen Form von Männlichkeit? Wie würdet ihr euch „Progressive Männlichkeit“ vorstellen?
  • Wie wird Männlichkeit in der Einwanderungsgesellschaft verhandelt? Welche Anknüpfungspunkte gibt es für progressive Erzählungen?

16:00 Uhr

Workshopphase

 

 

Workshop 1 | Können Männer Feministen sein? - Detox masculinity Workshop mit Christoph May

Männerbünde beHERRschen immer noch sämtliche Lebensbereiche. Männerbünde sind männliche Monokulturen in Wirtschaft, Politik, Kultur und Wissenschaft. Sie bilden das Fundament für Misogynie, Gewalt, Rassismus, Faschismus, Verschwörungstheorien, Hate Speech und Mansplaining. Männliche Schweige- und Blockadekulturen verhindern alles, was die Welt jetzt voranbringen würde, Klimaschutz, Diversität, Feminismus, Gleichstellung und vieles mehr. Männlich dominierte Strukturen bringen Machtmissbrauch, Gewalt und Angst in die Welt, der russische Angriffskrieg, die Fussball-WM in Katar, die katholische Kirche. Von Elon Musk, Donald Trump, Christian Lindner bis Friedrich Merz, die traditionelle Männlichkeit macht noch einmal den Macker. Doch trotz Backlash, das Patriarchat bröckelt. Das haben die letzten Jahre gezeigt. Höchste Zeit, die Männermonotonie hinter uns zu lassen und auszusteigen!

Gehen wir auf Entdeckungsreise! Mit einer lebendigen, spannenden Diskussion, in der wir kritisch über Männlichkeit sprechen. Wir detoxen am Strand, während das Patriarchat baden geht.

 

 Portrait von Christoph May
von Frank Schoepgens
 

 

Workshop 2 | Vorbilder und Antivorbilder: Wer prägt mein Männlichkeitsbild? - Literarisches Schreiben mit Christian Dittloff

Wie ist aus mir der Mensch geworden, der ich (gerade) bin und was haben Kindheit und Jugend, Schule, Eltern, Filme, Popmusik, Idole und das Internet damit zu tun?  Über diese Dinge spricht der Schriftsteller Christian Dittloff im Workshop: „Steinebrechen – über patriarchale Prägung und die Befreiung von falschen Vorbildern“. Zuerst liest er von Bildern begleitet kurze Auszüge aus seinem aktuellen Roman „Prägung- Nachdenken über Männlichkeit“ in dem er sein eigenes Aufwachsen reflektiert und davon erzählt, wie es war, als Junge aufzuwachsen, der sich nie mit diesen harten, starken männlichen Vorbildern identifizieren konnte. Und warum gibt es das überhaupt, diese engen Schublanden, in denen sich doch eigentlich niemand so richtig wohl fühlt?

Dabei bietet Christian Dittloff seine literarischen Erinnerungen lediglich als Material an, das zur Diskussion einladen soll und darf. Anschließend gibt es einen literarischen Workshopteil: Im Austausch mit den Teilnehmenden sollen diese mit Hilfe einer auch für Schreibanfänger*innen geeignete literarische Technik über ihre eigene Prägung reflektieren und vielleicht die eigene Verantwortung und Handlungsfähigkeit literarisch erkunden.

 

 Portrait von Christian Dittloff
von Rebecca Kraemer
 

 

Workshop 3 | Männlichkeit(en) - wie intersektional wird gedacht und welche Nuancen gibt es? - Rollenspiel mit Ali Ahmad und Koray Diler

In unserem Workshop sprechen wir über unsere Arbeit bei HEROES - "Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre - Für Gleichberechtigung" und unsere Erfahrungen mit Schüler:innen. Wir arbeiten im Peer-to-Peer Ansatz und Rolenspielen zu Themen wie Männlichkeit, Gleichberechtigung, Feminismus, Intersektionalität, Diskriminierung uvm.
Auch werden wir in diesem Workshop Konzepte wie "hegemoniale" und kritische Männlichkeit gemeinsam durchleuchten und über Intersektionalität und Dynamiken sprechen.

 Junge Männer stehen im Halbkreis und schauen in die Kamera
von Strohhalm e.V.
 

 

 

18:00 Uhr

Pause / Netzwerken

18:30 Uhr

Zusammentragen der Ergebnisse im Plenum

Moderation: Philipp Kauppert, FES

  • Welche Erkenntnisse und Aha-Momente nehmen wir aus den Workshops mit?
  • Welche politischen Botschaften leiten wir daraus ab?

danach

Abschluss und Abendessen

 

 

Progressive Männlichkeit - Review

WO:
bUm - Raum für solidarisches Miteinander
Paul-Lincke-Ufer 21, 10999 Berlin

WANN:
17.01.2025
13.00 - 20.00 Uhr

 

Die Teilnahme ist kostenfrei. Es gibt Snacks und Getränke.

Mehr Infos zur Reihe findest Du hier.