Alljährlich um den geschichtsträchtigen 9. November befassen sich sehr viele Veranstaltungen mit der Frage, wie die Erinnerung an die Schrecken des Nationalsozialismus und die anhaltende Auseinandersetzung mit der Shoah aufrecht erhalten und gelebt werden kann und wieso dies für unser gesellschaftliches Miteinander heute relevant ist. Als Institution der politischen Bildung widmet sich auch die FES diesen Fragen (nicht nur in dieser Zeit des Jahres). In Zeiten wachsender Radikalisierung und Polarisierung, in einem Klima von steigenden Zahlen politisch motivierter Gewalt und einer Normalisierung extrem rechter Diskurse werden Fragen wieder relevanter, die man vielleicht viele Jahre eher historisch in Deutschland diskutiert hat. Was kann (und muss) jede Person tun im Angesicht von menschenfeindlichen und antidemokratischen Entwicklungen? Wo beginnt Widerstand? Kann eine einzelne Person oder Aktion etwas bewirken? Diese und viele weitere Fragen möchten wir im Anschluss an die Vorführung von „In Liebe, Eure Hilde“ mit Ihnen und unseren Gästen diskutieren.
Der Film erzählt eine nahezu zeitlose, wuchtige Liebesgeschichte über Anstand und Widerstand, Intuition und Zivilcourage, Würde und Angst. „In Liebe, Eure Hilde“ basiert auf der wahren Geschichte von Hilde und Hans Coppi, die in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurden. Insgesamt wurden zwischen 1942 und 1943 mehr als 50 Mitglieder der sogenannten Widerstandsgruppe „Roten Kapelle“ ermordet. Der neue Film von Andreas Dresen und Laila Stieler (Kinostart: 17. Oktober) hatte seine Weltpremiere bei der Berlinale 2024, kurz nach dem offiziellen Kinostart begrüßen wir Sie und Euch herzlich zu diesem besonderen Filmabend.
Ablauf:
bis 19.30 Uhr Einlass und Willkommen
19.30 Uhr Begrüßung Franziska Schröter, Projekt gegen Rechts der Friedrich-Ebert-Stiftung
19.35 Uhr Film „In Liebe, Eure Hilde“ 2024 (124min)
21.40 Uhr Gespräch mit
Laila Stieler, Drehbuchautorin und Filmemacherin
Nausikaä El-Mecky, Kunsthistorikerin (Universität Pompeu Fabra, Barcelona) und Alumna der Jungen Akademie der Wissenschaften Deutschland
Veranstaltungsort: Kino "Blauer Stern", Hermann-Hesse-Straße 11, 13156 Berlin
Ansprechpartner_innen:
Friedrich-Ebert-Stiftung
Referat Demokratie, Gesellschaft und Innovation
Projekt gegen Rechtsextremismus
Verantwortlich: Franziska Schröter
Organisation: Karolin Paschedag
forum.rex@fes.de