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gerne möchten wir Sie mit dieser Mail an unser Treffen "Gerechte Zeiten in der Transformation: Initiative zur Wiederbelebung eines progressiven/feministischen Netzwerks zur Zeitpolitik" am 28. und 29.01.2024 erinnern. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie noch die Möglichkeit sehen würden, daran teilzunehmen. Sollte Ihnen eine Teilnahme nicht möglich sein, Sie aber Interessen an den Aktivitäten des Netzwerkes haben, so melden Sie sich doch bitte bei uns.
Eine progressive und feministische Zeitpolitik ist zentral für die Neuordnung einer sich grundlegend verändernden Arbeitswelt. Der Erhalt und Ausbau des Wirtschaftsstandortes Deutschland ist mit den multiplen Krisen und Herausforderungen wie Digitalisierung, der Energiewende, der Ausbildung und Gewinnung von Fachkräften sowie der anhaltend ungerechten Verteilung von Sorgearbeit eng verwoben. Der rasche Umbau der Industrien, oder auch die Transformation, muss innovativ, technisch, ökonomisch und ökologisch auf der Höhe der Zeit sein. Gleichzeitig erfordern die damit einhergehenden großen Veränderungen in den Arbeits- und Lebenswelten eine sozial gerechte Gestaltung, die Menschen neue Chancen eröffnet. Ein zentraler Stellhebel dafür ist Zeitgerechtigkeit, die zum einen auf Geschlechtergerechtigkeit zielt und auch (Zeit-)Potentiale freisetzt, um Herausforderungen, wie dem Fachkräftemangel, dem Erhalt sozialer Sicherung, dem demografischen Wandel, der Sicherung von Demokratie und Mitbestimmung zu begegnen.
Viele zeitpolitische Forderungen von Politik, Wissenschaft und Gewerkschaften liegen derzeit auf dem Tisch, manche gute Vorhaben befinden sich noch in den Schubladen. Wie kann es gelingen, das große Projekt der sozial-ökologischen Transformation mit sozialpartnerschaftlich getragenen neuen Zeitarrangements so zu flankieren, das echter Fortschritt entsteht, auch gesellschaftlich?
Mit Ihren wissenschaftlichen, gewerkschaftlichen und politischen Aktivitäten tragen Sie derzeit wesentlich dazu bei, dass für der Transformation eine geschlechtergerechte Zeitpolitik zugrunde gelegt werden kann.
Deshalb würden wir sehr gerne mit Ihnen und weiteren Kolleg_innen in einen regelmäßigen Austausch über wissenschaftsbasierte Ansätze kommen, die auf eine innovative feministische (Arbeits-)Zeitpolitik zur Stärkung der Demokratie und Organisierung von fairen Transformationsprozessen zielen. Lassen Sie uns über gemeinsame Schnittstellen, Synergien und notwendigen Forschungsaktivitäten, wie aktuelle Gesetzesvorhaben, tarifpolitischen Forderungen oder Begleitprozesse, sprechen.
In einer gemeinschaftlichen Initiative mit Prof. Dr. Bettina Kohlrausch (WSI/HBS), wollen wir das Netzwerk „Frauenzeiten/Gerechte Zeiten“ der Friedrich-Ebert-Stiftung der Jahre 2017-2019 wiederbeleben und jetzt mit den großen Fragen der Transformation verbinden.
Wir laden Sie am 28.01.2024 herzlich zu einem Netzwerkabend bei einem gemeinsamen Abendessen und am 29.01.2024 zu einem Tagesworkshop von 10:00-15:00 Uhr Michelberger Hotel in Berlin ein.
Als Host der Initiative übernimmt die Friedrich-Ebert-Stiftung selbstverständlich Ihre Reise- und Übernachtungskosten, wenn Sie nicht aus Berln kommen. Wir würden uns gerne bei diesem ersten Treffen nach langer Zeit darüber austauschen, welchen Charakter und Nutzen wir diesem Netzwerk „Gerechte Zeiten“ geben wollen? - wie auch wissenschaftlicher Nachwuchs einbezogen werden kann? - und welche konkreten Vorhaben wir in dieser Legislaturperiode noch intensiv verfolgen wollen?
Bitte teilen Sie uns doch bis spätestens 16. Januar 2024 mit, ob Sie teilnehmen können und ob wir für Sie ein Hotelzimmer buchen sollen. Bitte melden Sie sich für inhaltliche Nachfragen bei Ursula Bitzegeio (ursula.bitzegeio@fes.de) und bei Fragen zur Organisation und Reisebuchung bzw. zur Anmeldung bei Katharina van Zanten (katharina.vanzanten@fes.de).
Mit den besten Grüßen,
Dr. Stefanie Elies (Leiterin Referat Demokratie, Gesellschaft und Innovation der FES) und Prof. Dr. Ursula Bitzegeio (Fachreferentin Geschlechtergerechtigkeit und Gender)