2. Auflage: Dossier Zukunft erproben. Theaterarbeit in Ostdeutschland

Donnerstag, 30. Mai 2024

 
 
 
 
Dossier Zukunft erproben
von Jörg Bruegemann/Ostkreuz (Foto) / typografie im kontext (Grafik)
 

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2024 stehen Europa-, Kommunal- und Landtagswahlen in Ostdeutschland im politischen Fokus und viele Fragen beschäftigen uns alle gleichermaßen: Welche Stimmungslagen haben wir vor Ort? Wie können wir unsere Demokratie wehrhaft(er) gestalten? Welche Rolle spielen Dritte Orte, wie beispielsweise Theater, als so notwendige Räume für Austausch und Begegnungen in Stadt und Land?

In unserem Dossier Zukunft erproben. Theaterarbeit in Ostdeutschland fragen wir danach, wie Intendant*innen und Dramaturg*innen auf die Zukunft der Theater und der politischen Öffentlichkeit in (Ost)Deutschland blicken, und welche künftigen Funktionen die Theater - gerade in ländlichen Räumen unter den aktuellen gesellschaftspolitischen Bedingungen – einnehmen können. Zudem gehen wir der Frage nach, wo wir eigentlich in Punkto Repräsentation von Ostdeutschen in der künstlerischen Leitung von Theaterhäusern 35 Jahre nach dem Mauerfall stehen.

In unserer 2. erweiterten Auflage sind neben der Aktualisierung einiger Zahlen bei den erhobenen Intendanzen auch neue Essays hinzugekommen, wie:

„Dann geh halt rein und mach was“: Ein Gespräch zwischen dem Autor Lukas Rietzschel und dem Chefdramaturgen des Gerhart-Hauptmann-Theaters, Martin Stefke, über das Theaterstück „Das beispielhafte Leben des Samuel W.“, das aktuell sehr erfolgreich in Görlitz/ Zittau aufgeführt wird, sowie auch bald am Deutschen Theater in Berlin (4.-5.6.) zu sehen ist. Lukas Rietzschel zeichnet hier anhand von realen Interviewsequenzen mit Menschen aus der Region die Biografie eines sich zunehmend radikalisierenden Politikers nach. Das Stück liest sich wie eine Parabel unserer Zeit: Es geht viel um Eigenverantwortung und Zivilcourage, die Demokratie zu schützen.

„Frakturen erzähl- und spürbar machen“: Ein Beitrag des leitenden Dramaturgen des Maxim-Gorki-Theaters, Johannes Kirsten, zu gemeinsamen Erfahrungs- und Gestaltungsräumen zwischen Ost(Deutschland) und Osteuropa. Zudem geht er der Frage nach, wie das Maxim-Gorki-Theater seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine gemeinsam mit Autor*innen und Theatermacher*innen neue thematische Schwerpunkte gesetzt hat und wie die Frakturen sowie die Brüche von Geschichte & Gegenwart künstlerisch verarbeitet werden können.

„Gegen das einseitige Narrativ:“ ein Bericht von Mai-An-Ngyen, Leiterin der Tanzpädagogik der Schaubühne, ist ein Plädoyer dafür, die öffentlichen Scheinwerfer auch einmal auf die „guten Orte“ in Ostdeutschland zu setzen, zum Beispiel auf das Piccolo Theater in Cottbus, das ihr als Tochter eines vietnamesischen Vertragsarbeiters in der DDR immer ein sicherer Hafen war. Zudem wirbt sie für eine stärkeres Sichtbarmachung derjenigen Menschen, die sich täglich in ostdeutschen Regionen für eine gerechtere, offene und demokratische Gesellschaft einsetzen.

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Wir schicken Ihnen bei Interesse auch gern ein gedrucktes Exemplar zu. Bitte hier bestellen: dgi@fes.de.

Wenn Sie Interesse daran haben, dass wir die zentralen Thesen des Dossiers bei Ihnen vorstellen bzw. wir Ihnen Autor*innen vermitteln können, kontaktieren Sie bitte die Herausgeberin und verantwortliche Referentin Franziska Richter, franziska.richter@fes.de.

Wir freuen uns auf die Gespräche & Begegnungen mit Ihnen!

Franziska Bongartz und Franziska Richter
Kultur & Politik/ Politik in Ostdeutschland
Friedrich-Ebert-Stiftung
Demokratie, Gesellschaft & Innovation

 

 

 

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