Ist Kultur systemrelevant?
Alarmstufe Rot in der Veranstaltungswirtschaft
Mittwoch, 25. November 2020, 17.00 bis 18.30 Uhr
*** ONLINE -Veranstaltung per Zoom ***
Mit 9 Milliarden ist der Staat bei der von der Insolvenz bedrohten Lufthansa eingestiegen. Angesichts von fast 138.000 Beschäftigten und der – vielfach diskutierten – Systemrelevanz des Unternehmens, ein massiver Schritt der Bundesregierung.
Mit über 1,0 Mio. Beschäftigten und 130,0 Mrd. Euro Umsatz ist die Veranstaltungswirtschaft, zu der neben den Künstlerinnen und Künstlern eine unüberschaubare Anzahl an hochspezialisierten Dienstleistungsunternehmen aus technischen, handwerklichen, künstlerischen und personalwirtschaftlichen Berufszweigen gehört, durch die Corona-Pandemie in eine existenzbedrohte Situation geraten. Die Branche erwartet von den Verantwortlichen hier einen ähnlich massiven Schritt wie bei der Lufthansa und klagt über das Klein-Klein, unüberschaubare Verwaltungsprozesse, Ausnahmeregeln und zähe Verhandlungen. Derweil geht vielen Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmer_innen die Puste aus.
Die Frage nach der Rettung der Veranstaltungsindustrie ist aber auch verbunden mit der generellen Frage: Was ist uns Kultur eigentlich wert? Nicht erst seit der Corona-Pandemie sind Künstler_innen, Bühnenmitarbeiter_innen, Veranstaltungstechniker_innen oder Mes-sebauer_innen oft in prekären Beschäftigungsverhältnissen und leben von der Hand in den Mund.
Diese Frage wollen wir mit unseren Gästen und den Mitgliedern und Freunden des Managerkreises in einem Corona-bedingten Online-Panel diskutieren.