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der Klimawandel gehört zu den neuen sozialen Fragen des 21. Jahrhunderts.
Laut Copernicus, dem Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union, lag die globale Durchschnittstemperatur in den letzten zwölf Monaten über 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau – und damit oberhalb der Zielmarke des Pariser Klimaschutzabkommens. Egal ob Hitzewellen oder Starkregen, der Klimawandel ist inzwischen soweit fortgeschritten, dass umfassende Anpassungsmaßnahmen notwendig sind, um auf die Zunahme an Extremwetterereignisse zu reagieren. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung das Klimaanpassungsgesetz (KAnG) auf den Weg gebracht. Es wurde im letzten Jahr von Bundestag und Bundesrat beschlossen und trat zum 1. Juli 2024 in Kraft.
Klimaanpassungspolitik ist auch Politik für mehr soziale Gerechtigkeit. Denn die Folgen des Klimawandels werden vor allem sozial benachteiligte Menschen besonders stark betreffen. Klimaanpassungspolitik muss eine ganzheitliche Perspektive einnehmen und die Ursachen für die unterschiedliche Betroffenheit, nämlich die soziale Ungleichheit, berücksichtigen. Sie darf sich nicht nur darauf beschränken, physische Infrastrukturen vor den direkten Folgen des Klimawandels zu schützen.
Der neue FES diskurs „Soziale Frage Klimawandel“ thematisiert die sozialen Risiken des Klimawandels für Deutschland und verdeutlichen die Auswirkungen über föderale und sektorale Grenzen hinweg. Er beleuchtet die Handlungsfelder der Klimaanpassungspolitik und bietet einen Überblick über die Anpassungsstrategien der unterschiedlichen föderalen Ebenen und nichtstaatlichen Akteure. Im Fokus steht insbesondere das Konzept der sozialen Vulnerabilität, anhand dessen Unterstützungsbedarfe und Handlungsempfehlungen aus sozialpolitischer Perspektive abgeleitet werden. Weitere Informationen zur Veröffentlichung finden Sie hier.
Mit freundlichen Grüßen
Max Ostermayer
Referent für Klima-, Energie-, und Umweltpolitik
Abteilung Analyse Planung und Beratung