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die Bundesregierung will mit einem neuen Pakt für den Rechtstaat die personelle Stärkung der Justiz und ihre Digitalisierung voranbringen und zudem die Verschlankung und Beschleunigung von Verfahrensabläufen erreichen.
In allen drei Bereichen könnte eine empirisch fundierte und interdisziplinäre Justizforschung wichtige Beiträge leisten. Sie könnte für Reformprozesse wichtige Orientierung bieten, Reformen mit Expertise begleiten und wissenschaftlich evaluieren. Das Problem hierbei ist, dass es in Deutschland an Einrichtungen die solche Forschung mit langfristiger Ausrichtung betreiben könnten mangelt. Justizforschung gibt es bisher nur punktuell und projektbezogen.
Gerade im Zuge des neuen Pakts für den Rechtstaat wäre daher zu überlegen entsprechende Forschungseinrichtungen zu fördern und den Austausch in Partnerschaft mit Justiz, Ministerien und Parlamenten in Bund und Ländern zu verstärken. Unsere neue FES Analyse von Prof. Dr. Anne Sanders beschreibt die derzeitige Landschaft der Justizforschung in Deutschland, ordnet sie international ein und entwickelt Empfehlungen dafür, wie evidenzbasierte Justizforschung gestärkt werden kann.
Sie können die Publikation unter folgendem Link abrufen: