Menschen, die gemeinsam Feste feiern. Menschen, die in Vereinen und im Ehrenamt tagtäglich Demokratie und Gemeinschaft leben. Menschen, die sich in Krisenzeiten unterhaken und zusammenhalten. Denkt man an Rheinland-Pfalz, kommen uns Bilder von Geselligkeit in den Sinn. Mit unserer neuen Studie „Was hält Rheinland-Pfalz zusammen? Impulse für Gemeinschaft und Teilhabe“ wollen wir genauer in das Bundesland eintauchen: Was macht das Leben in Rheinland-Pfalz aus? Wo sehen die Bürger_innen in den unterschiedlichen Regionen politischen Handlungsbedarf? Und: Was hält Rheinland-Pfalz zusammen?
Antworten auf diese Fragen können in unserer Studie, die die pollytix strategic research gmbh in unserem Auftrag durchführte, gefunden werden. Befragt wurden telefonisch und online etwa 1.250 Bürger_innen sowie weitere rund 60 Menschen in acht Fokusgruppen im November 2025.
Einige der Erkenntnisse sind: Die Menschen leben sehr gern in Rheinland-Pfalz. Die rheinland-pfälzische Bevölkerung ist vergleichsweise weltoffener als diejenige in anderen Bundesländern. Des Weiteren wird Solidarität als gesellschaftliches Fundament deutlich: Es existiert ein breites Bewusstsein dafür, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht allein durch individuelle Lösungen, sondern durch geteilte Verantwortung und gemeinschaftliche Infrastruktur entsteht.
Bei Lebenshaltungskosten und Austauschräumen als dominierende Alltagsthemen erwarten die Bürger_innen von der Politik, dass sie die Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe im Alltag sichert. Insgesamt werden soziale Infrastruktur und Austauschräume als zentrale Voraussetzung für Lebensqualität und gesellschaftlichen Zusammenhalt wahrgenommen. Entsprechend wünschen sich viele Befragte von der Politik sowohl konkrete Verbesserungen im Alltag als auch eine stärkere Unterstützung von lokalen Initiativen und sozialen Orten.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung will mit der Studie einen öffentlichen Diskurs anstoßen und eine Ableitung von politischen und gesellschaftlichen Handlungsempfehlungen ermöglichen. Wir wollen Entscheidungsträger_innen – auch innerhalb der zukünftigen Regierung – einladen, auf Grundlage dieser Befunde politische Maßnahmen zu entwickeln. Die FES will zudem die Erkenntnisse für Akteur_innen der politischen Bildungs- und Beratungsarbeit zur Verfügung stellen, damit diese ihre Aktivitäten auf inhaltlicher, methodischer und kommunikativer Ebene weiterentwickeln.
Die komplette Studie finden Sie online auf unserer Website.
Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und freuen uns auf den Austausch über die vorliegenden Impulse!
Mit freundlichen Grüßen
Das Team der
Friedrich-Ebert-Stiftung
Regionalbüro Rheinland-Pfalz | Saarland