Titel: Der sozialen Demokratie verpflichtet
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FES Homepage Nachrichten aus der Friedrich-Ebert-Stiftung
Dezember 2011  
 
 - Nahost und Nordafrika: Eine Region im Umbruch
 - Neuorientierung in Politik und Gesellschaft
 - Eine lebenswerte Zukunft gestalten: klimagerecht, nachhaltig, weltweit
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der Friedrich-Ebert-Stiftung

ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende, viele Themen haben Sie und uns bewegt. In diesen letzten "Nachrichten" des Jahres möchten wir die Gelegenheit nutzen, gemeinsam mit Ihnen auf einige der wichtigsten Themen 2011 zurückzuschauen.

Nahost und Nordafrika: Eine Region im Umbruch

Die Umbrüche im Nahen Osten kamen selbst für ExpertInnen überraschend. Die Wucht, mit der sich die Wut und der Wunsch nach Teilhabe entluden, fegte die autoritären Regime in Tunesien und Ägypten hinweg und versetzte eine ganze Region in Aufbruchsstimmung.

In der Videoaufzeichnung der Veranstaltung "Despotendämmerung in Nordafrika und Nahost" lässt sich auch Monate später diese Euphorie nacherleben. Mit dem Menschenrechtspreis würdigte die FES in diesem Jahr mit dem Tunesier Slim Amamou und dem Ägypter Khaled Said stellvertretend die arabischen Demokratiebewegungen insgesamt.

Fast ein Jahr nach Beginn des Arabischen Frühlings fällt die Bilanz gemischt aus, bleibt der Ausgang offen. Skepsis und Zweifel wiegen derzeit in aktuellen Analysen (PDF) und Interviews (Link zu: Quantara.de) schwer.

Auch 2012 wird uns die Region wohl weiterhin intensiv beschäftigen. Interviews und Artikel zu Aktivitäten der FES vor Ort finden Sie in unserem Pressespiegel, der fortlaufend aktualisiert wird. Viele Informationen bieten Ihnen auch die Länderbüros der FES im Nahen Osten und Nordafrika sowie zahlreiche Publikationen zum Thema.

Neuorientierung in Politik und Gesellschaft

Weltweit brachten in diesem Jahr Menschen ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck – von New York über Tel Aviv bis Madrid und Rom. Mit regionalen und mit Leuchtturmveranstaltungen wie "Wir sind Viele" (Link zu: Youtube.com) hat die FES 2011 wichtige Foren und Dialogpunkte geschaffen und sich als Nexus zwischen Politik und Gesellschaft bewährt.

Die neue Unzufriedenheit brachte auch ein "neues Nachdenken" über die Frage "Wie wollen wir in Zukunft leben?". Mitdiskutieren konnten Sie persönlich auf dem großen Kongress "Jenseits des Wachstums" von Attac, FES und anderen Organisationen oder über das gemeinsame Fortschrittsforum von FES, Hans-Böckler- und Otto-Brenner-Stiftung. Wie wollen Sie leben? Auch 2012 laden wir Sie auf www.Fortschrittsforum.de, Facebook und Twitter herzlich zum Dialog ein.

All diese Aspekte berühren im Kern auch Fragen nach der Vitalität und Stärke unserer Demokratie. Der große Demokratiekongress der FES im Juni führte ExpertInnen und die interessierte Öffentlichkeit zum Austausch zusammen. Eindrückliche Impressionen bietet ein Videobeitrag auf Youtube. Eine Zustandsbeschreibung unseres politischen Systems liegt mit dem Report "Demokratie in Deutschland 2011" (PDF) vor.

Eine lebenswerte Zukunft gestalten: klimagerecht, nachhaltig, weltweit

Anders als ihre Vorgängerveranstaltungen blieb die Weltklimakonferenz in Durban lange Zeit weitgehend unbeachtet von den Massenmedien. Aufmerksamkeit erhielt erst der in letzter Minute ausgehandelte Kompromiss: Die beteiligten Regierungen einigten sich darauf, bis spätestens 2015 einen verbindlichen Weltklimavertrag zu erarbeiten.

Doch warum gestalten sich die Verhandlungen zwischen Entwicklungs-, Schwellenländern und Industrienationen eigentlich so schwierig? Eine Analyse (PDF) des Referats Globale Politik und Entwicklung beleuchtet die widerstreitenden Positionen zentraler Verhandlungsstaaten. Wohin es klimapolitisch gehen könnte, zeigt der Sammelband (PDF): "Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften. Für ein neues entwicklungspolitisches Leitbild".

Unabhängig vom Agenda Setting der Medien entwickelt der Arbeitsbereich "Nachhaltige Strukturpolitik” Strategien, unser Wirtschaftsmodell ökologisch und sozial nachhaltig weiterzuentwickeln. Die praxisnahen Analysen gibt es zum Nachlesen, ausgewählte Veranstaltungen finden Sie als Hörbeiträge dokumentiert.

Zum Ende des Jahres wird uns die Reaktorkatastrophe von Fukushima wieder ins Bewusstsein gebracht: Die im März havarierte Atomanlage sei nun unter Kontrolle, verkündete die japanische Regierung unlängst. Zur Meinungsbildung in Sachen Atomenergie anregen will "Die Atomausstellung" des Fritz-Erler-Forums. Die Schautafeln sind insbesondere für jüngere Menschen konzipiert und können von Schulen, Gemeinden und Vereinen bundesweit ausgeliehen (PDF) werden.

Der Atomausstieg ist machbar. Das belegt eine Studie (PDF) der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik, die verschiedene energiepolitische Szenarien entwirft und die Kosten des Atomausstiegs in Deutschland berechnet. Den Ausstieg aus der Atomenergie auch auf internationaler Ebene fordert eine Expertise (PDF) der FES: Es ist "Zeit für ein Umdenken in der internationalen Energiepolitik".
 
Liebe Leserin, lieber Leser

wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie frohe und erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr. Wir bedanken uns für Ihr Interesse an unserer Arbeit und freuen uns darauf, Sie auch 2012 über aktuelle und interessante Neuigkeiten aus der FES zu informieren.

Mit besten Grüßen

Ihre
FES-Onlineredaktion
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