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14-06-21 - Online
freie Plätze

Völkische Siedlungsprojekte - Wie Rechtsextreme den ländlichen Raum vereinnahmen

Veranstaltungsnummer: 254145

In vielen Teilen Deutschlands sind ländliche Regionen von starkem Bevölkerungsschwund betroffen: Junge Menschen verlassen einen Ort, Immobilien stehen zunehmend leer und das nachbarschaftliche Netz wird dünner.

In den zurückliegenden zehn Jahren wurden - insbesondere im Osten Deutschland - an einigen Orten solche Leerstände gefüllt: junge Menschen, oftmals sogar ganze Familien ziehen auf das Land, beleben Häuser und Höfe wieder, die günstig zu erwerben sind. Sie treten nicht selten als naturverbundene fleißige Nachbarn auf, die den Rasenmäher verleihen und sich in der örtlichen Gemeinschaft einbringen wollen.

Doch ihre Ansichten sind völkisch-national, haben in den letzten Jahren an Konjunktur gewonnen und sie schüren bewusst Konflikte. Beispiele wie der Ort Jamel in Mecklenburg-Vorpommern zeigen, mit welcher Vehemenz vor Ort agiert wird: Wer die eigenen Ansichten nicht teilt, wird nicht selten unter Androhung von Gewalt und permanentem psychischem Druck gedrängt, den Ort zu verlassen - mit dem Ergebnis, dass Jamel fast vollständig in den Händen von Rechtsextremen ist.
Das stellt die Bevölkerung vor Ort ebenso wie lokale Entscheidungsträger_innen und Sicherheitsbehörden vor große Herausforderungen. Gleichzeitig ist das Netzwerk hinter den einzelnen Siedlungen nur schwer zu erfassen und sind Überschneidungen mit der rechtsextremen Szene nicht gleich auf den ersten Blick erkennbar.

Die Journalistin und ausgewiesene Kennerin des Rechtsextremismus in Deutschland Andrea Röpke wird an diesem Abend zusammen mit David Begrich vom Verein Miteinander e.V. über die Strategien und aktuelle Beispiele völkischer Siedler sprechen.

Wenn Sie an diesem Online-Seminar teilnehmen wollen, bitten wir Sie, sich bis zum 13.06.2021 unter info.magdeburg@fes.de anzumelden. Wir schicken Ihnen dann am Tag der Veranstaltung einen Link zu der Veranstaltung zu.



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Wolfgang Höffken


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