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Montag, 03.05.21 - Online
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Internationaler Tag der Pressefreiheit - "Schreiben Sie das auf!" Wenn freier Journalismus zum Diktat gebeten wird

Veranstaltungsnummer: 252637

Eine der tragenden Säulen unserer Demokratie wird immer öfter untergraben: der freie Journalismus. Wir können beobachten, dass sich die Angriffe vielfältiger werden und zunehmend auch von der sogenannten Mitte der Gesellschaft ausgehen. Mittlerweile können Journalist*innen, vor allem solche, die aufgrund ihrer Ausrüstung sofort als solche erkennbar sind, auf Demonstrationen häufig nur noch mit Personenschutz arbeiten. Was das für die Pressefreiheit bedeutet, liegt auf der Hand: Kolleg*innen lehnen Einsätze aus Sorge um die eigene Sicherheit und die ihrer Familien mittlerweile ab und die Berichterstattung entfällt oder findet nur sehr eingeschränkt statt.

Daneben hat sich ein anderes Phänomen fast unbemerkt verbreitet: das Einfordern einer bestimmten Berichterstattung unter Androhung und sogar Vollzug einschneidender Restriktionen. Da wird in Sachsen-Anhalt die Ablehnung der Beitragsanpassung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit dessen Programminhalten begründet. Da werden Lokaljournalist*innen von Informationen aus Ämtern und Behörden vorsätzlich ausgeschlossen, weil die Berichterstattung nicht genehm ist.

Und zu guter Letzt muss sich der Journalismus selbst veränderten Bedingungen anpassen. Die Tatsache, dass aufgrund der Digitalisierung nahezu jeder publizieren kann, sich gleichzeitig aber mitnichten journalistischen Standards unterwerfen muss, ist eine weitere Gefahr für die freie und unabhängige Berichterstattung. Immer wieder ist bspw. bei Demonstrationen zu beobachten, wie sich vermeintliche Journalist*innen plötzlich zu Aktivist*innen wandeln. Wenn der Eindruck entsteht, dass interessengesteuerte Publikationen überwiegen, läuft der objektive Journalismus sowohl in den klassischen als auch den digitalen Medien Gefahr, nicht mehr wahrgenommen zu werden. Von seiner Relevanz aber hängt nicht mehr und nicht weniger das Fortbestehen unserer Demokratie ab.

In der Diskussionsrunde "Schreiben Sie das auf!" Wenn freier Journalismus zum Diktat gebeten wird - wollen wir diese Gefahren beleuchten und mögliche Lösungsansätze diskutieren.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Journalisten-Verband Thüringen.



Termin

Montag, 03.05.21
18:00 bis 19:30 Uhr

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Online

Ansprechpartner_in

Franziska Schmidtke

Kontaktanschrift

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Thüringen
Nonnengasse 11
99084 Erfurt
Tel. 0361-59802-0, Fax 0361-59802-10

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