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Dienstag, 01.06.21 - Online
freie Plätze

Neustart - Der Verfassungsprozess in Chile

Veranstaltungsnummer: 252469

Chile galt in der Vergangenheit als das ökonomische Powerhouse in Lateinamerika und hat in den letzten Wochen mit einer erfolgreichen Impfkampagne weltweit für Aufsehen gesorgt. Dabei geriet fast in Vergessenheit, dass seit vielen Monaten schwere soziale Unruhen das Land erschüttern, die im Jahr 2019 ihren bisherigen Höhepunkt erreichten. Die Gründe für die Unruhen lagen vor allem in der extremen sozialen Ungleichheit, dem neoliberalen Wirtschafts- und Sozialmodell, Nepotismus und Korruption sowie dem unverarbeiteten Erbe der rechtsextremen Diktatur von Augusto Pinochet (1973 bis 1990).

Befürworter_innen und Gegner_innen der Diktatur stehen sich nach wie vor unversöhnlich gegenüber. Dabei war es in der Vergangenheit nicht hilfreich, dass die vom Pinochet-Regime im Jahr 1980 durchgesetzte Verfassung - mit einzelnen Änderungen - bis heute Gültigkeit hat. Im Oktober 2020 stimmte eine große Mehrheit der Chilen_innen dafür, dass sich das Land eine neue Verfassung gibt. Im Mai 2021 wird eine neue verfassungsgebende Versammlung gewählt, die im Jahr 2022 einen neuen Verfassungsentwurf vorlegen soll.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wollen wir mit Simone Reperger, Leiterin des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Santiago de Chile, über den Stand der Verfassungsentwicklung, die wirtschaftliche Lage sowie die Politik der Pandemiebekämpfung berichten. Dazu laden wir Sie herzlich ein.



Termin

Dienstag, 01.06.21
18:00 bis 20:00 Uhr

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Online

Ansprechpartner_in

Severin Schmidt

Kontaktanschrift

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Hessen
Marktstraße10
65183 Wiesbaden
Tel. 0611-341415-0, Fax. 0611-341415-29

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