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Mittwoch, 08.02.23 - Berlin
freie Plätze

"Syriens verlorene Seelen": Völkerrechtsverbrechen in Syrien und ihre internationale Verfolgung - Filmvorführung und Diskussion

Veranstaltungsnummer: 266031als .ics herunterladen

Dank des desertierten Militärfotografen „Caesar“ gelangten im Januar 2014 mehr als 27.000 Fotos von zu Tode gefolterten Gefangenen aus den Geheimarchiven des syrischen Regimes an die internationale Öffentlichkeit. Beweise, die aussagekräftiger sind als alles, was man gegen die Nationalsozialisten in Nürnberg in der Hand hatte. Die Fotos schockierten Menschen weltweit, darunter UN-Vertreter_innen, Politiker_innen und Jurist_innen. Sie waren auch die Grundlage für weitere US-Sanktionen gegen das syrische Regime unter dem 2019 beschlossenen „Caesar Syria Civilian Protection Act“. Doch die Täter konnten nicht zur Rechenschaft gezogen werden.

In dem Film „The Lost Souls of Syria ” untersuchen der Regisseur Stéphane Malterre und die Co-Autorin und inhaltliche Beraterin Garance Le Caisne inwieweit die internationale Justiz daran scheitert, die Völkerrechtsverbrechen des syrischen Regimes zu verfolgen. Als die Verschwundenen und Getöteten in Vergessenheit zu geraten drohen, ergreifen Angehörige der Opfer, Aktivist_innen und Caesar selbst die Initiative. Vor nationalen Gerichten in Europa kämpfen sie für Wahrheit und Gerechtigkeit. Mehr als fünf Jahre dauert es, bis die Ermittlungen zum ersten Gerichtsverfahren gegen hochrangige Vertreter des syrischen Sicherheitsapparates wegen systematischer Staatsfolter führen – dem Al-Khatib-Prozess vor dem Oberlandesgericht Koblenz. Der Film zeigt dieses Engagement und die herausfordernde Suche nach Zeugen und Beweisen aus eindrucksvoller Nähe.

Wir möchten Sie hiermit herzlich einladen zur Vorführung des Films "The Lost Souls of Syria" und zur anschließenden Podiumsdiskussion über Menschenrechtsverletzungen in Syrien und Wege der internationalen Strafverfolgung am 8. Februar 2023 um 17.15 Uhr in Haus 1 der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin.

Begrüßung: Elisabeth Braune, Leiterin des Referats Naher/Mittlerer Osten und Nordafrika

Filmvorführung und anschließende Podiumsdiskussion mit

- Frank Schwabe, MdB: Sprecher der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe in der SPD-Bundestagsfraktion
- Joumana Seif: Rechtsberaterin des International Crimes and Accountability Program, European Centre for Constitutional and Human Rights (ECCHR)
- Sama Kiki: Geschäftsführerin, Syrian Legal Development Program (SLDP)
Moderation: Kristin Helberg, Journalistin und Nahostexpertin

Im Anschluss können Sie bei einem Empfang mit den Panelist_innen und der Co-Autorin des Filmes ins Gespräch kommen.

„The Lost Souls of Syria“ wird im Original mit deutschen Untertiteln gezeigt. Die anschließende Diskussion wird simultan ins Deutsche bzw. ins Arabische übersetzt.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis zum 6. Februar. Kontaktieren Sie bei inhaltlichen Nachfragen bitte Dr. Salam Said (salam.said(at)fes.de).

Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Sie Fragen zur barrierefreien Durchführung der Veranstaltung haben.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Referat Naher/Mittlerer Osten und Nordafrika
Friedrich-Ebert-Stiftung

Termin

Mittwoch, 08.02.23
17:15-21:30 Uhr

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Hiroshimastr. 17
10785 Berlin

Ansprechpartner_in

Kroschewski Medina, Antje

Kontaktanschrift

Hiroshimastr. 28, 10785 Berlin



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