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Mittwoch, 28.07.21 - München, PLATFORM

Statue of Peace - Kunst und vergessene Erinnerung

Veranstaltungsnummer: 254610

Im Rahmen der Ausstellung Art 5 - Kunst und Demokratie

Friedensstatuen (Statues of Peace) von KIM Seokyung & KIM Unsung erinnern an die über 200.000 Mädchen und Frauen, denen das japanische Militär während des Asien-Pazifik-Krieges (1937 - 1945) im gesamten asiatisch-pazifischen Raum sexuelle Gewalt zufügte. Die Podiumsdiskussion befragt künstlerische, kuratorische und politische Diskurse der Skulptur und beleuchtet die Rolle einer Statue of Peace für Erinnerungskultur und Erinnerungspolitik von sexualisierter Gewalt im 2. Weltkrieg in Japan, Südkorea und Deutschland und in einem globalen Kontext.

Podiumsdiskussion mit:
KIM Seokyung & KIM Unsung thematisieren skulptural den gesellschaftlichen Umgang mit sexualisierter Gewalt im 2. Weltkrieg; ihr Fokus liegt auf der Enttabuisierung durch transnationale Aufarbeitung.
YAJIMA Tsukasa ist japanischer Fotograf, Journalist und Aktivist. 2003 - 2006 entwickelte YAJIMA in Südkorea das Fotoprojekt Trostfrauen im House of Sharing, einem Pflegeheim für überlebende Trostfrauen/comfort women in Seoul, Südkorea, wo er seit 2019 arbeitet.
Dr. Regina Mühlhäuser ist Historikerin. Gegenwärtig arbeitet sie am Hamburger Institut für Sozialforschung u. a. zu den Forschungsschwerpunkten Sexuelle Gewalt im Krieg, Gender und Sexualität im Nationalsozialismus sowie Erinnerungspolitik in Europa und Asien.

Die Ausstellung Art 5
In einer doppelten Bedeutung von Art 5 als Abkürzung des Artikel 5 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und art für Kunst legt die Ausstellungsreihe Art 5 den Fokus auf Möglichkeiten demokratischer Prozesse, die sich durch die Kunstfreiheit ergeben. Ausgehend von Südkorea und Deutschland, zwei relativ jungen Demokratien, deren Historie angesichts ihrer jeweiligen Teilungserfahrung nach dem 2. Weltkrieg auch geopolitische Verbindungen aufweist, lenkt Art 5 den Blick auf globale Entwicklungen.

Künstler_innen:
Libia Castro & Ólafur Ólafsson (ES/IS) verweisen, teils unter Einbeziehung weiterer Akteur_innen der Zivilgesellschaft, ästhetisch auf Defizite demokratischer Willensbildung und Möglichkeiten sowie Grenzen von gesellschaftspolitischer Partizipation.
CHUNG Yongchang (KR/DE) befragt vor allem in seinen großformatigen Portraits mögliche Prämissen einer conditio humana vor dem Hintergrund repressiver Systeme.
FUJII Hikaru (JP) entwickelt multimediale Tableaus, die Kunst als Möglichkeit aktiven gesellschaftlichen Handelns inszenieren.
KIM Seokyung & KIM Unsung (KR) thematisieren skulptural den gesellschaftlichen Umgang mit sexualisierter Gewalt im 2. Weltkrieg; ihr Fokus liegt auf der Enttabuisierung durch transnationale Aufarbeitung.
KIM Siyoung (KR/DE) untersucht in ihren Modellen szenisch-figürlich individuelle Verantwortung gegenüber tatsächlichen wie auch medial vermittelten, dokumentierten Zivilisationsbrüchen.
LEE Dong-Hwan (KR) richtet druckgrafisch den Blick auf couragiertes, gefährdetes Vorgehen Einzelner gegen die Ohnmacht durch diktatorische Übermacht.
NOH Suntag (KR) fotografiert dort, wo Regierung und Bürger*innen keinen Dialog mehr führen können oder wollen und Kontroversen in existentiellen Konflikten eskalieren.

Die Ausstellung ist vom 22. Juli - 15. September 2021 zu sehen.

Ausstellungsorte:
PLATFORM München
Kistlerhofstraße 70, 81379 München
CHUNG Yongchang - FUJII Hikaru - KIM Siyoung - LEE Dong-Hwan - NOH Suntag
und
super+CENTERCOURT
Adalbertstraße 44, 80799 München
KIM Seokyung & KIM Unsung

In Kooperation mit Art5 e.V. und PLATFORM München



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Termin

Mittwoch, 28.07.21
18:00- Uhr

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Kistlerhofstraße 70
81379 München, PLATFORM

Ansprechpartner_in

Henrik Althöhn

Kontaktanschrift

Friedrich-Ebert-Stiftung Bayern | Büro München
Herzog-Wilhelm-Str. 1
80331 München
Tel. 089-515552-40, Fax 089-515552-44
www.fes/bayernforum



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