FES in Zeiten von Corona

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mit Bedauern müssen wir den direkten Austausch mit Ihnen vorübergehend einstellen. Der Gefahr, die von der Corona-Pandemie ausgeht, muss verantwortungsvoll begegnet werden. Um Ihre und unsere Gesundheit zu schützen, bleiben unsere Gebäude daher bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Wir haben zudem alle bis zum 31. August geplanten Präsenzveranstaltungen abgesagt. Wir bitten alle, die sich bereits zu Veranstaltungen angemeldet hatten, um Verständnis.

Da unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun von zu Hause aus arbeiten, kann es zudem vorkommen, dass Ihre Anfragen verzögert beantwortet werden. Doch unsere gesellschaftlichen Debatten und Diskurse gehen weiter. Mit unseren vielfältigen digitalen Angeboten geben wir Antworten auf die neuen, drängenden Fragen. Wir laden Sie herzlich ein, bei uns online zu flanieren.

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ausgebucht
Donnerstag, 28.05.20 - ONLINE

Web-Diskussion: Erwartungen an die deutsche EU-Ratspräsidentschaft

Veranstaltungsnummer: 245298

Erstmals seit 2007 übernimmt die Bundesregierung im Juli 2020 die halbjährlich rotierende EU-Ratspräsidentschaft. Als ein Schwerpunktthema hat die Bundesregierung Wirtschaft und Menschenrechte sowie Nachhaltige Lieferketten vorgesehen. Im Koalitionsvertrag hat sie angekündigt, sich innerhalb der EU für eine verbindliche Regulierung einzusetzen, falls deutsche Unternehmen bis 2020 ihre menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nicht auf freiwilliger Basis umsetzen.

Die Corona-Krise demonstriert auf dramatische Weise die Fragilität und Anfälligkeit globaler Lieferketten: nicht nur für europäische Unternehmen, sondern besonders für die Beschäftigten im Globalen Süden. Viele Modeketten stornierten Aufträge, kommen ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nach und verweigerten selbst für fertiggestellte Ware die Bezahlung. Deshalb stehen Millionen Arbeiter_innen beispielsweise der Textil- und Schuhindustrien in Bangladesch, Indien oder Kambodscha von einem Tag zum anderen auf der Straße - ohne Lohn und soziale Sicherung.
Daher stellt sich jetzt die dringliche Frage: Wie müssen Einkaufspraktiken und Lieferketten nachhaltig und stabil umgestaltet werden, so dass die Menschen sozial abgesichert und ihre Rechte auch in Krisenzeiten geschützt sind? Regierungen und Unternehmen haben die Pflicht, Arbeiter_innen zu schützen. Dazu gehört auch, existenzsichernde Einkommen und Gesundheit sicherzustellen.

Vor diesem Hintergrund wollen wir darüber diskutieren: Bleibt das Thema Wirtschaft und Menschenrechte im aktualisierten Programm der deutschen Ratspräsidentschaft weiterhin im Fokus? Wie kann eine Regulierung unternehmerischer Sorgfaltspflichten auf EU-Ebene gestaltet werden? Und welche weiteren Maßnahmen sollte ein EU-Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte beinhalten?

Diskussionsteilnehmer_innen:

Bärbel Kofler, MdB, Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe
Dr. Carsten Stender, Abteilungsleiter "Europäische und Internationale Beschäftigungs- und Sozialpolitik¿, Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Bernd Lange, MdEP, Vorsitzender des Handelsausschusses im Europäischen Parlament
Cornelia Heydenreich, Teamleiterin Unternehmensverantwortung, Germanwatch
Moderation: Michael Windfuhr, Stellvertretender Direktor, Deutsches Institut für Menschenrechte

Nach Anmeldeschluss am 22.5. erhalten Sie die Zugangdaten zum WebEx-Raum. Während der Diskussion wird es die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen.



Termin

Donnerstag, 28.05.20
13:00 bis 15:00 Uhr

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

ONLINE



Ansprechpartner_in

Lepper, Katharina

Kontaktanschrift



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