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Dienstag, 24.09.19 - Bonn

Internationaler Friedenstag: Entwicklungspolitik in Syrien? - Humanitäre Hilfe, Wiederaufbau und Friedensförderung vor schwierigen Herausforderungen

Veranstaltungsnummer: 239139

Auch wenn ein Abkommen zur Beendigung des Krieges in einzelnen Landesteilen von Syrien nicht in Sicht ist und die Konfliktparteien kein Abkommen zur Beendigung der Kampfhandlungen abgeschlossen haben - die Auseinandersetzungen um den Wiederaufbau und die politische Zukunft des Landes haben längst begonnen. Aber selbst wenn die Waffen eines Tages schweigen sollten, von friedlichen Verhältnissen ist Syrien weit entfernt. Verhaftungen, Folter und Entführungen sind laut Menschenrechtsorganisationen an der Tagesordnung. Die Aufarbeitung der Kriegsverbrechen wird die Bevölkerung über Generationen beschäftigen. Laut UNICEF gibt es nach acht Jahren Krieg kein syrisches Kind mehr, das nicht von Gewalt und Vertreibung betroffen ist. Mehr als fünf Millionen Kinder sind auf humanitäre Hilfe wie Trinkwasserversorgung oder die Bereitstellung von Notunterkünften angewiesen.

Die Vereinten Nationen und Regierungen, die den notleidenden Frauen, Kindern und Männern in Syrien helfen wollen, stehen vor schwierigen Entscheidungen: Wie können Hilfs- und Aufbauprogramme gestaltet werden, damit sie allen Bevölkerungsteilen zu Gute kommen? Welche Bedingungen müssen für die Rückkehr von intern vertriebenen und ins Ausland geflüchteten Menschen erfüllt sein? Wie kann in einem noch andauernden Konflikt diese Hilfe konfliktsensibel durchgeführt werden? Welche Rolle kann Europa bei der Aufarbeitung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit spielen? Wie können die Kriegsverbrechen aufgearbeitet werden? Wie kann verhindert werden, dass die Hilfe als parteiisch wahrgenommen wird und das Regime stärkt und legitimiert?

Über diese und weitere Fragen diskutieren:
Volker J. Oel, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Dr. Salam Said, Freie Universität Berlin
Ralf Südhoff, Centre for Humanitarian Action
Serdar Yüksel, MdL
Moderation: Dr. Elke Grawert, BICC



Termin

Dienstag, 24.09.19
18:00 bis 20:15 Uhr

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Markt 2 (Altes Rathaus Bonn)
53111 Bonn



Ansprechpartner_in

Arne Cremer

Kontaktanschrift
Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro NRW
Godesberger Allee 149
53175 Bonn
Tel. 0228-883-7202, Fax 0228-883-9208



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