Mittwoch, 30.09.20 - 19 Uhr - Ahrensburg - Stadtbücherei

Schatten über dem Schloss


Terminexport im ICS-Format

Wie und wo lebt die koloniale Vergangenheit in Ahrensburg und anderen Orten fort?

 

Bild: Clock 1030429 1920

Tausende Menschen gehen derzeit in den USA und weltweit auf die Straßen und fordern ein Ende des institutionellen und alltäglichen Rassismus. Dabei fallen Denkmäler von rassistischen Generälen und Kolonialherren. Die Debatte um die koloniale Vergangenheit wird auch in Deutschland  seit einigen Jahren zumeist unter Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen oder im Feuilleton geführt. Dabei berühren die Diskussionen die Gesamtgesellschaften genauso wie die eigene Stadt. In vielen Orten finden sich Spuren der kolonialen Zeitalter in Straßennamen, Denkmälern, Bezeichnungen von Plätzen und Räumen wieder. Die Sprache und die öffentlichen Diskurse bestimmen die Bilder von Siegen und Niederlagen, von Opfern und Tätern. Das koloniale Erbe wird allerdings nicht nur in Denkmälern und Straßennamen sichtbar, sondern zeigt sich auch im Denken vieler Menschen. Denn der zeitgenössische Rassismus hat eine seiner Wurzeln im kolonialen Denken europäischer Eroberer und Gelehrter.

Auch im Kreis Stormarn entwickelt sich derzeit wie in anderen Teilen Schleswig-Holsteins eine breitere Auseinandersetzung um den Umgang mit der Kolonialgeschichte während der Zeit im dänischen Gesamtstaat und des Deutschen Reichs. Historische Persönlichkeiten wie Heinrich Carl von Schimmelmann (1724 – 1782), der viel Geld mit dem menschenverachtenden Kolonialhandel verdiente und 1759 das Ahrensburger Schloss kaufte, werden kritisch hinterfragt und ihre öffentliche Sichtbarkeit debattiert.

Wie sollen wir also umgehen mit dem kolonialen Erbe im Stadtbild und in den Köpfen vieler Menschen? Sollen Orte umbenannt oder in den Kontext gesetzt werden und wenn ja, nach welchen Maßstäben? Und reichen Umbenennungen aus oder geht es nicht viel tiefer? An welchen Stellen, in welchen Strukturen und Ideen lebt die Kolonialzeit fort?  Was wollen, was müssen wir ändern?

Darüber diskutieren

- Prof. Dr. Bea Lundt, University of Education Winneba (Ghana)

- Patricia Nnadi, Kollektiv afrodeutscher Frauen Schleswig-Holstein

- Tobias von Pein, MdL, rechtsextremismuspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein

 

HINWEIS

Bitte melden Sie sich über unsere Anmeldemaske an. Um die Nachverfolgung der Teilnehmer_innen und deren Kontakte für die Gesundheitsämter sicherstellen zu können, bitten wir Sie um die Angabe Ihrer Telefonnummer. Am Abend der Veranstaltung registrieren wir alle anwesenden Teilnehmer_innen. Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich und kostenfrei, so dass auch kurzentschlossene Gäste herzlich willkommen sind. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir angemeldeten Teilnehmer_innen den Vortritt lassen und die Kontaktdaten aller Anwesenden registrieren müssen. Wir bitten Sie, auf den Zu- und Abwegen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und einen Abstand von 1,5 Metern zu Personen zu halten, die nicht mit Ihnen in einem Haushalt leben.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Stadtbücherei Ahrensburg.

 

 



Termin

Mittwoch, 30.09.20
19:00 bis 21:00 Uhr

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Manfred-Samusch-Straße 3
22926 Ahrensburg (19:00 Uhr - Stadtbücherei)



Ansprechpartner_in

Dr. Christian Testorf

Kontaktanschrift
Julius-Leber-Forum
Schauenburgerstraße 49
20095 Hamburg
Tel. 040-325874-0



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