Donnerstag, 19.03.20 19:00 bis Mittwoch, 12.02.20 20:45

Die Rückkehr des Arguments - oder Wer lügt am besten?


Terminexport im ICS-Format

!!! ACHTUNG: DIE VERANSTALTUNG WIRD VERSCHOBEN !!!

 

Bild: Die Rückkehr des Arguments oder Wer lügt am besten? von Andrea Schmidt

!!! ACHTUNG: DIE VERANSTALTUNG WIRD VERSCHOBEN !!!

Wegen der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus COVID-19, haben wir uns entschieden die Veranstaltung nicht

durchzuführen, sondern zu verschieben.  

Wir wollen damit auch unseren Teil zur Reduzierung des Risikos einer Verbreitung des Virus beitragen.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Wir sind aber im Gespräch mit der Theatergruppe GraphitTheaterlabor und dem Politikberater Johannes Hillje, um einen neuen Termin im Spätherbst dieses Jahres zu finden. Wir werden Sie diesbezüglich informieren.

Mit freundlichen Grüßen und Ihnen alles Gute für die nächste Zeit!

Franziska Richter und Kristina Schatz

 

 

 

In unserer Rhetorikperformance wird die schärfste Waffe der Macht, DIE REDE, zerlegt und dann wieder zusammengesetzt – nur anders!

Welches Verlangen ist die treibende Kraft in der Rhetorik?

Ist es die Lust des Redners an der eigenen rednerischen Potenz, an der eigenen Beweisführung, um eine Menge durch DIE REDE von Scheinwahrheiten zu überzeugen?

Oder ist die treibende Kraft in der Rhetorik das Verlangen nach Erkenntnis, die Lust an der hinterfragenden Argumentation und ihrer Bewegung, zum eigenen Wohl und dem der Gesellschaft? Weltweit hat sich die erste Variante durchgesetzt. Warum ist der (An)Schein um so viel anziehender als die Wahrheit? Aktuell bietet das Internet in Hochpotenz genau diese Möglichkeit des rhetorischen „als ob“ und der Lügen mit ihrer Meinungsmacht. So war das auch schon vor 2000 Jahren – nur ohne Internet. Sophisten fanden den Schein lohnenswerter als die Wahrheit. Platon war ihr schärfster Kritiker. Haben die Rechtsideologen und andere Agitatoren uns mit unseren Freiheiten wie die Kuh aufs Eis geführt

und schauen uns beim hilflosen Rutschen zu? Ist die Meinungsfreiheit zum Bumerang geworden, zu einer Waffe, gegen uns selbst, zu einem schwer bezwingbaren Monster?

Mit paradoxem Schwung nutzen wir die Bühne, um die Scheinwelten als solche zu entlarven. Wir sind aktuell so sehr bestimmt und umgeben von ihnen, geradezu wie umzingelt, dass wir einen künstlerischen Befreiungsschlag vollziehen für uns und das Publikum. Dabei machen wir Platon mit seinem Dialog Gorgias zu unserem Partner und rufen ihn in den Zeugenstand.

Mit einem energetischen Streitgespräch als Werkzeug machen wir den Wortverdrehern den theatralischen Prozess.

SIE SIND HERZLICH ZU UNSEREM WERKSTATTABEND UND ANSCHLIESSENDEM

KÜNSTLER_INNENGESPRÄCH MIT DEM POLITIKBERATER UND AUTOR JOHANNES HILLJE EINGELADEN!

 

WER • Das Graphit Theater Labor agiert auf der Grundlage einer offenen Ensemblestruktur. Für dieses Projekt haben sich Schauspieler zusammen gefunden, die sich seit Jahrzehnten in wechselnden Arbeitszusammenhängen in Berlin bewegen und eine breite Erfahrungsfülle

versammeln. Studien an der Moskauer GITIS befähigen die Akteur_innen, der breiten Palette von Berliner freien Gruppen einen wichtigen Akzent hinzuzufügen, der sich

aus einer nachhaltigen und fundierten Beschäftigung mit zeitlos gültigen Stoffen und Themen nährt und trotzdem voll und ganz in der Gegenwart steht. Es spielen:

Alexandra Broneske, Stephan Maria Fischer, Markus

Herlyn, Ecki Hoffmann, Eva Schröer und Felix Theissen.

Bühne: Stephan Maria Fischer (Maler und Bühnenbildner)

 

REGIE • Judith von Radetzky studierte Regie unter

Anatolij Vassiliev in Lyon. Seit 1983 arbeitet sie als

Schauspielerin

an zahlreichen Theatern (Basel, Konstanz,

Zürich, Stuttgart u.v.m.) sowie in vielen Film- und Fernsehproduktionen.

Seit 2008 inszeniert sie in freien und

privaten Theatern in Berlin und München.

 

MODERATION • Franziska Richter, Referentin für

Kulturpolitik im Forum Berlin der Friedrich-Ebert-Stiftung

 

PROGRAMM

ab 18.30 Uhr • Anmeldung

18.55 Uhr • Begrüßung und Einlass

19.00 Uhr • Beginn

20.45 Uhr • Ausklang der Veranstaltung

Friedrich-Ebert-Stiftung

Hiroshimastr. 17 (Haus 1) • 10785 Berlin

Arbeitseinheit: Forum Berlin

  • Profil

    Veranstaltungen, Projekte, Analysen und Hintergrundinformationen:

    • Geschichte bewahren, aufarbeiten und zugänglich machen
    • Kultur in ihren vielfältigen Ausdrucksformen bildet das Fundament der Gesellschaft
       
    • Medien und Netzpolitik bieten Raum gesellschaftlicher Selbstverständigung

    Weitere Informationen

  • Kontakt

    Ansprechpartner_in

    Katrin D. Dapp
    0228 / 883-7117
    Katrin.Dapp(at)fes.de

     

    Christoph Lahusen
    0228 / 883-7135
    Christoph.Lahusen(at)fes.de

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