Donnerstag, 09.05.19 12:00 bis Freitag, 10.05.19 15:00 - Gemeindehaus der Kirchgemeinde St. Petri, Am Stadtwall 12

30. Bautzen-Forum: Wie erinnern? Zum Umgang mit dem SED-Unrecht 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution


Terminexport im ICS-Format

Bild: 30. Bautzen-Forum von Thomas Glöß

30 Jahre nach der Friedlichen Revolution wird heftig über das „Wie weiter“ bei der Aufarbeitung der SED-Diktatur diskutiert. Dabei geht es auch um Strukturen und Methoden, wie beispielsweise um die Zukunft der Außenstellen der Bundesbehörde für die Stasiunterlagen in den ehemaligen DDR-Bezirksstädten und die geplante Übernahme der Akten durch das Bundesarchiv. Diskutiert wird ein „Paradigmenwechsel“, der zu einer stärkeren wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte führen soll. Andere warnen, dass es keine Verharmlosung der Diktatur in SBZ und DDR geben dürfe.

 

Dieses 30. Bautzen-Forum will erkunden, wie es um die Aufarbeitung der SED-Diktatur steht und weshalb das Erinnern auch für nachfolgende Generationen wichtig ist? Befindet sich der Aufarbeitungsprozess tatsächlich in einer Krise und muss als solcher selbst aufgearbeitet werden? Die gesellschaftspolitischen Entwicklungen in Ostdeutschland haben gezeigt, dass es bei der Rückschau auf die DDR nicht allein um eine Geschichte von Leid, Opfern und Unterdrückung gehen kann. Vielmehr muss die gesamte Lebenswelt der Menschen unter der Herrschaft einer Diktatur in den Blick genommen werden. Ebenso die Transformations-periode nach 1989/90.

 

30 Jahre nach der Friedlichen Revolution scheint die Zeit reif dafür zu sein, die Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur in Deutschland kritisch zu bilanzieren. Was wurde erreicht? Wo befindet sich die Aufarbeitung im Spannungsfeld von Wissenschaft und politischen Bildung? Welche Rolle spielen die Opfer der Diktatur in diesem Prozess? Was hat all dies mit dem Demokratieverständnis in Ostdeutschland heute zu tun?

 

Zugesagt für diese Debatten haben uns BStU-Chef Roland Jahn, der Bürgerrechtler und Theologe Frank Richter, Thomas Krüger als Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, der Schriftsteller Thomas Rietzschel („Mit der Faust in die Welt schlagen“) und viele weitere interessante Gesprächsgäste.

 

Die Bautzen-Foren der Friedrich-Ebert-Stiftung zählen seit 1990 zu den wichtigsten Veranstaltungen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Sie stellen neueste Ergebnisse der DDR-Forschung zur Diskussion und würdigen die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft mit ihrem Eintreten für Freiheit und Demokratie. Die Foren stehen mit ihrer Kontinuität und historischen Aufarbeitungsleistung zudem für das Engagement für Freiheit und Demokratie auch in unserer Gegenwart.

Arbeitseinheit: Landesbüro Sachsen

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