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Frieden und Sicherheit

26.05.2021

Breaking the News? Politische Öffentlichkeit und die Regulierung von Medienintermediären

Eine neue Publikation untersucht die Mechanismen der großen sozialen Plattformen und die mit ihnen verbundenen Veränderungen der Medienlandschaft und des individuellen Informationsverhaltens

Bild: Csm 210128 FES Illustration Gatekeepers Teaserbild 38db0785d5

Die Bedeutung von Google, Facebook und Twitter für die Verbreitung und Sortierung von Informationen ist unverkennbar. Mit der Sperrung der Social-Media-Profile des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump im Januar 2021 hat die Frage nach dem Einfluss der großen Plattformen und Suchmaschinen noch einmal neue Brisanz bekommen. Mit ihrem globalen Aufstieg hat sich unser Informationsverhalten radikal gewandelt. Nachrichten tauchen nun oft nebenbei im individualisierten Newsfeed auf. Plattformen fungieren mit ihren Empfehlungsalgorithmen als mächtige Gatekeeper, gleichzeitig verändern neue Mechanismen der direkten Interaktion und Personalisierung die öffentliche Kommunikation. Dies kann die Bildung von Filterblasen und Echokammern begünstigen und der Verbreitung von falschen und emotionalisierten Nachrichten Vorschub leisten, bietet aber auch neue Möglichkeiten zur zielgerichteten individuellen Auswahl angesichts eines ansonsten überwältigenden Angebots im Digitalen.

Die konzentrierte Marktstellung, die Dynamik von Hassbotschaften und die unzureichende Datensicherheit bieten Anlass für Forderungen nach einer rechtlichen Einhegung und Regulierung dieser globalen Akteure. Die Autor_innen Maximilian Gahntz, Katja T. J. Neumann, Philipp C. Otte, Bendix J. Sältz und Kathrin Steinbach untersuchen für die Friedrich-Ebert-Stiftung die aktuellen Ansätze im Medienstaatsvertrag und im geplanten Digital Services Act und benennen Forschungsdesiderate, weil wir über die tatsächlichen Wirkungen der Plattformen noch zu wenig gesichert wissen. Sie werfen die Frage auf, wie die Medienlandschaft der Zukunft aussehen könnte und welche Art politischer Öffentlichkeit am besten geeignet ist, unsere Demokratie zu stärken.



Konstantin Bärwaldt
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Konstantin.Baerwaldt(at)fes.de

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