Internationale Arbeit

21.08.2020

Militärputsch in Mali

In Mali hat das Militär Präsident Keïta und seine Regierung gestürzt. Christian Klatt, Leiter FES Mali, erläutert die Hintergründe in diversen Interviews.

Bild: Militärputsch in Mali 221382841 von DPA

Erschütterung der Machtverhältnisse (IPG-Journal)

In Mali hat das Militär Präsident Keïta und seine Regierung gestürzt. Der Putsch könnte die gesamte Region destabilisieren.

"Große Begeisterung, dass Keita nicht mehr im Amt ist" (Deutschlandfunk)

Streben die Militärs nach dem Sturz von Ibrahim Boubacar Keita eine neue Zivilregierung an? Das sei glaubwürdig, sagte Christian Klatt, Büroleiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bamako, im Dlf. Wahlen zu organisieren, werde in dem klammen und unsicheren Land allerdings schwierig.

Nach dem Rücktritt von Präsident Ibrahim Boubacar Keïta (Radioeins)

Es ist vorbei, vorerst zumindest: Nach monatelangen Protesten ist Malis Präsident Ibrahim Boubacar Keïta zurückgetreten. In einer kurzen Fernsehansprache hat er am Mittwoch erklärt, dass kein Blut mehr vergossen werden soll, nur damit er an der Macht bleibt. Das Parlament werde ebenfalls aufgelöst. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass er bereits einen Tag zuvor vom aufständischen Militär festgenommen wurde. Sie wollten die Regierung stürzen. (verfügbar bis 21.9.2020)

"Mit Putschisten kann die Bundeswehr auf Dauer nicht zusammenarbeiten" (Redaktionsnetzwerk Deutschland)

  • Die Bundeswehr ist in Mali mit fast 1500 Soldaten vertreten, es ist der größte Auslandseinsatz der Truppe.
  • Nun hat es einen Umsturz in dem westafrikanischen Land gegeben, das gegen islamistische Banden kämpfen muss.
  • Dabei war der Einfluss der ausländischen Truppen im Land deutlich zu spüren, sagt Mali-Experte Christian Klatt im RND-Interview.

Abdourhamae Dicko, Mitarbeiter der FES Mali im ZDF Mittagsmagazin (Mali-Beitrag ab 22:40 min.)

Länder / Regionen: Afrika | Mali

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