Internationale Arbeit

Donnerstag, 24.05.18 19:00 - Hiroshimastr. 28, 10785 Berlin

70 Jahre Israel - 70 Jahre Aufbau, Erfolge, Konflikte


Terminexport im ICS-Format

Eine Podiumsdiskussion mit Talia Sasson, Reinhold Robbe, Ron Prosor, Hilik Bar und Muriel Asseburg.

2018 jährt sich die Staatsgründung Israels zum 70. Mal. Nach der Shoah und dem Ende des Zweiten Weltkriegs stimmte die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 29. November 1947 mit Zweidrittelmehrheit dem UN-Teilungsplan für Palästina zu, der das Gebiet in einen jüdischen und einen arabischen Staat aufteilte. Mit dem Ziel, einen eigenen und unabhängigen Staat und den Shoah-Überlebenden sowie Einwanderern aus aller Welt eine „nationale Heimstätte“ zu schaffen, akzeptierte die jüdische Seite diesen Plan. Die arabische Seite lehnte den Plan ab. Am 14. Mai 1948 verlas David Ben Gurion die israelische Unabhängigkeitserklärung und proklamierte den Staat Israel.

Mit der Verwirklichung des Traums von nationaler Einigung entstand ein auf freiheitlichen und demokratischen Grundsätzen basierender Staat. Die Nachbarländer Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien reagierten auf die Staatsproklamation Israels mit einer Kriegserklärung. Die Folgen dieses Krieges und der Kampf um das Existenzrecht Israels prägen bis heute die Politik und den Alltag in der Region.

Vor dem Hintergrund der eigenen Geschichte ist Deutschlands Freundschaft und enge Partnerschaft mit Israel geprägt von besonderer Verantwortung und Solidarität. Beides bestimmt auch die Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung in und mit Israel. Während die FES 2018 das 40-jährige Jubiläum ihres Israel-Büros feiert, blickt der Staat Israel bereits auf sieben Jahrzehnte zurück, die gekennzeichnet sind von einer beispiellosen Aufbauleistung, der Integration von Millionen Einwanderern, wirtschaftlichem Erfolg und Innovationsgeist. Präsident Reuven Rivlin schrieb zum 70. Unabhängigkeitstag: „Wir haben die Wüste zum Blühen gebracht, erfolgreich eine eigene Hightech Industrie entwickelt. Wir haben Technologien zur Gewinnung von Wasser aus dünner Luft entwickelt und sind beteiligt an der Herstellung autonom fahrender Autos“.

Israel ist stark wir nie zuvor, wird aber zugleich – im Kontext des weiterhin ungelösten Konflikts mit den Palästinensern – durch eine Reihe starker innergesellschaftlicher und politischer Konflikte geprägt. Der renommierte Historiker Tom Segev spricht angesichts dieser Situation von seiner Furcht, „dass unsere größte Bedrohung nicht der Terror oder Krieg ist. Sondern der Angriff auf die israelische Demokratie. Israel ist immer weniger demokratisch.“

Wir wollen „70 Jahre Israel“ zum Anlass nehmen, nicht nur zurückzuschauen: Wo steht das Land heute? Welche Tendenzen sind wichtig für seine weitere Entwicklung? Wie ist es um die deutsch-israelischen Beziehungen bestellt? Wir laden Sie herzlich ein, diese und weitergehende Fragen mit uns zu diskutieren.

Die Veranstaltung wird simultan Hebräisch-Deutsch übersetzt.

Link zum Flyer

Arbeitseinheit: Referat Naher/Mittlerer Osten und Nordafrika | Referat Naher/Mittlerer Osten und Nordafrika



Termin

Donnerstag, 24.05.18
19:00 bis 21:00 Uhr

Teilnahmepauschale
k.A.

Veranstaltungsort

Hiroshimastr. 28, 10785 Berlin



Ansprechpartner_in

Gospodinova, Yana

Kontaktanschrift




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