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Regionalbüro Rheinland-Pfalz / Saarland

Montag, 11.01.21 09:15 bis Montag, 11.01.21 13:00 - ONLINE

Weinbaupolitisches Seminar 2021 - digital und anders!


Terminexport im ICS-Format

Bild: von FES

Circa 200 Teilnehmer_innen aus Weinbau, Weinhandel, Politik und Wissenschaft diskutierten am 11. Januar 2021 beim Weinbaupolitischen Seminar der Friedrich-Ebert-Stiftung, das erstmals online stattfand, die aktuellen Entwicklungen des Weinbaus in Rheinland-Pfalz und die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Weinbranche.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer betonte, dass die Anbaugebiete in Rheinland-Pfalz gerade bei technischen und digitalen Innovationen, z.B. bei den autonomen und teil-autonomen Maschinen im Weinbau, führend ist. Die rheinland-pfälzische Bewerbung um Aufnahme ihres Weinbaus als immaterielles Kulturgut in das UNESCO-Welterbe unterstützt sie voll und ganz. Neben Klaus Schneider, Präsident des Dt. Weinbauverbandes,Isabell Mackensen, MdB, Landtagspräsident Hendrik Hering, Nico Steinbach, MdL und Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und Weinbau, der Deutschen Weinkönigin Eva Lanzerath, Hermann Pilz, Fachjournalist für Weinbau und weiteren Expert_innen aus Weinbau und Online-Marketing wurden das neue deutsche Weingesetz und die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Handel diskutiert. Moderiert wurde der Fachtag von Wolfgang Schwarz, dem weinbaupolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.  

  • Diskussionsmittelpunkt war das neue Weingesetz mit seinen Regelungen zum Weinbezeichnungsrecht. Die Vermarktung des rheinland-pfälzischen Weins muss sich deutlich mehr als bisher an den Bedarfen der Konsument_innen richten, die ihre Weine meist im Lebensmitteleinzelhandel kaufen.
  • Weinanbauregionen können von einer stärkeren gemeinsamen Vermarktung von touristischen Attraktionen mit den dort angebauten Weinsorten profitieren. Laut einer Studie des Deutschen Weinbauverbandes werden bereits ca. 85% der deutschen Weine über ihre Gebietsherkunftsbezeichnung vermarktet, was für eine regionale Bezeichnung spricht. 
  • Dies könne auch bei der internationalen Positionierung die Wiedererkennbarkeit deutscher Weine stärken, denn in den großen Weinexportländern wie Frankreich und Italien sind in den letzten Jahren die Anbauflächen enorm ausgeweitet worden und deren Produkte drängen auch auf den deutschen Markt.
  • Dies ist u.a. einer der Gründe für den seit Jahren sinkende Exportanteil deutscher Weine. Hier wurde auf eine Beschränkung der Anbauflächen bzw. nur marginale Ausweitung der Hektarflächen gesetzt.   Es fehlt an Menge, um auf dem internationalen Markt „mitspielen“ zu können.
  • Andererseits hat sich die Qualität und Individualität des deutschen Weines im Welthandel durchgesetzt.
  • Diese Stärke durch bessere Vermarktung und Präsenz im globalen Einzelhandel gilt es zukünftig zu unterstützen.  
  • Durch die Corona-Pandemie hat die Online-Vermarktung des Weins über soziale Kanäle und Web-Plattformen auch in Rheinland-Pfalz zugenommen. Authentizität und kontinuierliche Kundenansprache, innovative Events sind hier die erfolgversprechenden Rezepte, auch und gerade für kleinere Weingüter und Erzeugergemeinschaften.

Länder / Regionen: Rheinland-Pfalz

Arbeitseinheit: Regionalbüro RPF/Saarland

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