Referat Westeuropa/Nordamerika und Japan

Die FES in den Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada

Über 80 Jahre hatten die Vereinigten Staaten eine globale Führungsrolle inne, die sie selbst geschaffen haben. Die USA dienten als Symbol und Akteur für eine Sammlung von Werten; vor allem für Frieden, Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Wohlstand sowie eine Wirtschaftsordnung, die nicht nur ihren eigenen Interessen diente. Die gegenwärtige "America First"-Politik hat die Außenpolitik der Vereinigten Staaten radikal beeinflusst und ihre globale Führungsrolle in Frage gestellt. Dazu gehört auch der Mangel an Führung bei der Bekämpfung des Klimawandels – der Herausforderung unserer Zeit. Langjährige Vertrauensbeziehungen zu Partnern und Verbündeten sind in einem Maße beschädigt worden, dass es Zeit, Geduld und Kraft erfordern wird, um sie wiederherzustellen und z.T. neu zu definieren.

Die Polarisierung der amerikanischen Gesellschaft hat eine neue Qualität erreicht. Das politische System ist fast vollständig blockiert und gesellschaftlicher Wandel kann sich, wenn überhaupt, nur noch sehr langsam von unten entwickeln. Dies gilt für Fragen sozialer Gerechtigkeit in der Arbeits- und Sozialpolitik, eine nachhaltigen Energie- und Klimapolitik oder der Gleichberechtigung der Geschlechter und Minderheiten. Systemische Normen wie die Finanzierung und Nominierung von politischen Kandidaten, der politisch motivierte Zuschnitt von Wahlkreisen oder die Erschwerung von Wählerregistrierung sind zu ernsthaften Hürden der amerikanischen Demokratie geworden. Überfällige Reformen zur Einwanderung, zum Waffenrecht oder zur Sanierung der Infrastruktur und des Staatshaushaltes können bislang nicht umgesetzt werden.

Kanada konnte in den letzten Jahren zu den alten Werten kanadischer Innen- und Außenpolitik zurückkehren. Internationale Kooperation, soziale Gerechtigkeit und die Bewahrung einer offenen, liberalen Gesellschaft stehen im Mittelpunkt des Regierungshandelns. Gesellschaftspolitisch steht Kanada Europa nahe, wodurch sich eine Reihe von Anknüpfungspunkten ergeben. Dazu gehören u. a. Fragen der Migration und Integration, des Umwelt- und Klimaschutzes oder der sozialen Gerechtigkeit.

Angesichts dieser innen- und außenpolitischen Herausforderungen will die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Washington D.C. (seit 1978) und Ottawa (seit 2008) den politischen Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Deutschland/Europa und Nordamerika unterstützen. Wir schaffen Kommunikationskanäle, fördern den Wissens- und Ideentransfer und helfen beim gegenseitigen Verstehen von Problemen und Herausforderungen. Die FES bringt Politiker_innen, Wissenschaftler_innen, Journalist_innen, Gewerkschafter_innen und weitere, an einem transatlantischen Dialog interessierte Multiplikator_innen zusammen und trägt dazu dabei, die transatlantische Partnerschaft an die Herausforderungen einer multipolaren Welt mit vielen nur noch gemeinsam lösbaren globalen Problemen anzupassen.

Publikationen USA

USA : Gewerkschaftsmonitor

Berlin, 2020

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Panknin, Knut

Ein System mit Vorerkrankungen

Warum die USA schwer mit der Corona-Wirtschaftskrise zu kämpfen haben

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Publikationen Kanada

Kanada : Gewerkschaftsmonitor

Berlin, 2020

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Sinclair, Scott; Trew, Stuart

Taking stock of CETA

Early impacts of the EU-Canada Comprehensive Economic and Trade Agreement
Berlin, 2019

Publikation herunterladen (210 KB, PDF-File)


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    Referat Westeuropa/ Nordamerika und Japan

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