Referat Mittel- und Osteuropa

  • Bild: MOE Karte 8.3. Suedost 

Unsere Arbeit in Südosteuropa

Jeder Staat Südosteuropas ist geprägt von eigenen spezifischen Bedingungen und Merkmalen. Eine Reihe von zentralen Herausforderungen im Transitionsprozess hin zu demokratisch und sozial-marktwirtschaftlich organisierten Systemen sind jedoch allen Gesellschaften gemein. Die europäische Idee einer Gemeinschaft demokratischer Staaten, in denen die Bürger ohne Ansehen ihrer religiösen und ethnischen Herkunft gleichberechtigt und solidarisch für ihre Rechte eintreten können und ihre Pflichten als Staatsbürger erfüllen, übte bisher eine große Anziehungskraft, gerade auf die Bevölkerung, aus. Je tiefer jedoch die demokratische und wirtschaftliche Verfasstheit der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsländer selbst in die Krise gerät, desto mehr verliert diese Idee an Attraktivität und Strahlkraft. Zwar wurde die Beitrittsperspektive immer wieder bekräftigt. Dennoch wirkt ein baldiger Beitritt der verbleibenden Nicht-EU-Mitglieder (Albanien, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Türkei, sowie Bosnien-Herzegowina und Kosovo) auch auf die Gesellschaften dieser Länder immer weniger plausibel. Und selbst in Staaten, die der Europäischen Union bereits beigetreten sind, bleibt die Transformation in wesentlichen Bereichen unvollendet.

Die machthabenden Eliten bekennen sich oft nur vordergründig zu den mit der Annäherung verbundenen demokratischen, sozialen und liberalen Werte Europas.  Zudem versuchen dritte Akteure verstärkt, in der Region Einfluss zu nehmen und nutzen dabei teilweise die bestehenden nationalistischen Ressentiments in der Region aus. Die demokratische und wirtschaftliche Entwicklung Südosteuropas im Sinne sozialer, gerechter und nachhaltiger Markwirtschaften kann langfristig nur erfolgen, wenn sich die Gesellschaften der Region untereinander, sowie mit anderen europäischen Gesellschaften, über ihre Werte und Interessen austauschen und Gemeinsamkeiten suchen.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung leistet einen Beitrag zu diesem Dialog, indem soziale und demokratische Werte und Politikentwürfe ermessen und Ideen für eine soziale Wirtschaftsordnung diskutiert werden. Beides sind auch Elemente einer Friedenspolitik für Südosteuropa, die dazu beitragen kann, die Vergangenheit aufzuarbeiten und gegenwärtige gesellschaftspolitische Herausforderungen zu bewältigen.

Unsere Büros in der Region

Albanien

Bild von: Peggy_Marco Licence: CC0 1.0

Tirana
Prof. Dr. Wulf-Winrich Lapins

Büroanschrift:
Friedrich-Ebert-Stiftung
Rruga Abdi Toptani
Torre Drin, Kati i-3-te
AL-Tirana

+355 4 2250986
+355 4 2273306

Die Arbeit der FES in Albanien:

Albanien ist ein Nachbarland von Griechenland, Mazedonien, Kosovo und Montenegro mit einer ganz eigenen jüngeren Geschichte. Bis 1990 war das Land vollständig isoliert, nachdem es sich erst vom damaligen Jugoslawien, dann von der Sowjetunion und später auch von China distanziert hatte. Vor dieser Zeit hatte es kaum demokratische Ansätze gegeben, sodass sich die Menschen nach der politischen Wende mit einem völlig unbekannten Gesellschaftssystem konfrontiert sahen. Für Albanien ist die Integration in die EU eine besondere Herausforderung. 

Das Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Tirana arbeitet seit 1991 mit Nichtregierungsorganisationen, demokratisch orientierten Parteien und Politiker_innen sowie Gewerkschaften und Medien zusammen. Da die politische und gesellschaftliche Landschaft Albaniens zwischen zwei Blöcken tief gespalten ist, fehlt es bis heute weitgehend an politischer Dialogkultur. Das erschwert auch den Weg in die EU. Zudem war Albanien, anders als seine Nachbarstaaten, nicht direkt in die Kriege auf dem Balkan verwickelt, sodass es auch weniger Aufmerksamkeit Europas genoss. Dabei könnte Albanien gerade aufgrund der Tatsache, dass dort Angehörige unterschiedlicher Ethnien und Religionen vergleichsweise harmonisch miteinander leben, in Südosteuropa eine wichtige Vermittlerfunktion einnehmen.

Angesichts des niedrigen Durchschnittsalters der Bevölkerung von etwa 30 Jahren und der hohen Jugendarbeitslosigkeit nimmt die Jugendarbeit der FES einen besonderen Stellenwert ein. Die Stiftung arbeitet besonders mit aktiven Jugendlichen und Führungspersonen aus Parteien, Gewerkschaften und NGOs zusammen, um sie für eine kompetente Teilhabe an der Entwicklung zu befähigen. Zum Beispiel organisierte die FES einen nationalen Jugendkongress, um die auch bei den Jugendorganisationen bestehende Spaltung zu überwinden und eine gemeinsame Arbeit zu ermöglichen. Traditionell fördert die FES die Gewerkschaften, insbesondere ihre Kooperation untereinander. Weiterhin berät und informiert die FES durch öffentliche Veranstaltungen, Studien, Expertenbesuche oder Policy Papers zu den Themen Medienentwicklung und EU-Integration.

Bosnien und Herzegowina

Sarajewo

Marius Müller-Hennig

 

Büroadresse:
Friedrich-Ebert-Stiftung
Kupreska 20
BIH-71000 Sarajewo

+387 33 722 010
+387 33 613 505
E-Mail-Kontakt

 

Banja Luka
Tanja Topic

Büroanschrift:
Friedrich-Ebert-Stiftung
Petra I Karadjordjevica 111
BIH-78000 Banja Luka

+387 51 328 361
+387 51 328 361
E-Mail-Kontakt

verantwortlich:
Marius Müller-Hennig
Büro Sarajewo

Die Arbeit der FES in Bosnien und Herzegowina:

Das Abkommen von Dayton aus dem Jahr 1995 brachte Bosnien und Herzegowina den Frieden – und eines der komplexesten Staatswesen weltweit. Den drei Volksgruppen Kroat_innen, Bosniak_innen und Serb_innen schreibt die Verfassung Vetorechte zu und begünstigt Partikularinteressen. Die innere Staatsbildung wurde damit erschwert, politische Blockaden und nationalistische Rhetorik gehören bis heute zur Tagesordnung, dringende Reformen kommen nur langsam voran. Die andauernde politische Stagnation verschlechtert die Lebenssituation der Mehrheit der Bevölkerung. Die Arbeitslosigkeit ist besorgniserregend. Auch aus diesen Gründen setzen viele Bürger_innen Bosniens und Herzegowinas auf eine Annäherung ihres Landes an die EU: Sie erhoffen sich davon nicht nur wirtschaftliches Wachstum, sondern auch die Gewährleistung staatlicher Integrität.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hat bereits 1994 ihre Arbeit in Bosnien und Herzegowina aufgenommen. Im Jahr 1996 eröffnete sie ein Büro in der Hauptstadt Sarajevo und zwei Jahre später einen Zweitsitz in Banja Luka. Seither begleitet sie den Transformationsprozess im Land durch vielfältige Maßnahmen.

Thematische Schwerpunkte der Arbeit sind Vergangenheitsbewältigung, politische Reformen, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik und Gewerkschaftsarbeit. Ebenso begleitet die FES die Annäherung des Landes an die EU. Auch die regionale Zusammenarbeit nimmt eine zentrale Rolle ein.

Durch verschiedene Aktivitäten fördert die FES den Dialog zwischen den ethnischen Gruppen und jenen politischen und zivilgesellschaftlichen Kräften im Land, die für einen politischen Wandel und eine soziale und wirtschaftliche Verbesserung einstehen.

Mit ihren gesellschaftspolitischen Bildungs-, Dialog- und Beratungsangeboten richtet sich die FES an verschiedene Zielgruppen. Hierzu zählen staatliche und politische Institutionen, Organisationen der Zivilgesellschaft und Thinktanks. Besondere Bedeutung kommt dabei den Programmen zur Förderung junger Entscheidungsträger_innen in progressiven Parteien und Gewerkschaften zu.

Bulgarien

Bild: FES Bulgarien

Regionalbüro Sofia
Dr. Helene Kortländer

Postanschrift:
Friedrich-Ebert-Stiftung
P.O.Box 958
BG-1000 Sofia

Büroanschrift:
Friedrich-Ebert-Stiftung
97, Knjaz Boris I St., 2nd floor
BG-1000 Sofia

+359 2 980 87 47
+359 2 980 24 38
E-Mail-Kontakt

Die Arbeit der FES in Bulgarien:

Bulgariens gesellschaftspolitische Transformation von einem totalitären kommunistischen System hin zu einer pluralistischen Demokratie und wettbewerbsfähigen sozialen Marktwirtschaft ist noch nicht abgeschlossen. Das betrifft die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ebenso, wie die meisten sozialen Indikatoren.

Seit Januar 2007 ist Bulgarien Mitglied der Europäischen Union, obwohl es einige Beitrittsbedingungen, insbesondere bei der Justizreform und der Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität nicht erfüllt. Bis heute gehört Bulgarien zu den Schlusslichtern der EU28. Das betrifft die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ebenso, wie die meisten sozialen Indikatoren. Transparenz, politische Offenheit und Medienfreiheit werden als unzureichend bewertet.  In den  Jahren 2013 und 2014 kam es auf Grund der anhaltenden Krise der Demokratie zu Massenprotesten, die den Rücktritt zweier Regierungen zur Folge hatten. Mangelhafte Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität sowie grundsätzliche rechtsstaatliche Defizite sind dafür verantwortlich, dass Bulgarien weiterhin im Rahmen des Überprüfungs und Kooperationsmechanismus (Cooperation and Verification Mechanism, CVM) unter Beobachtung der EU steht. Auch im Jahr 2015 gab es in den genannten Bereichen keine Fortschritte, wichtige Reformvorhaben blieben außen vor.

Bulgarien in seiner Entwicklung hin zu einem modernen demokratischen Staat in der „Mitte“ Europas zu unterstützen, ist das Leitmotiv für unsere Arbeit in Bulgarien. Die Tätigkeitsschwerpunkte der FES in Bulgarien sind die politische Bildungsarbeit und die Politikberatung. Die FES fördert den Sozialdialog und den Dialog zwischen Staat und Zivilgesellschaft. Insbesondere möchte sie dazu beitragen, dass die wesentlichen wirtschafts- und sozialpolitischen Reformprozesse sozial gerecht gestaltet und Rechtstaatsprinzipien umgesetzt werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft, etwa mit gesellschaftspolitisch engagierten Jugendorganisationen und die Unterstützung von Reformprozessen politischer Parteien hin zu mehr Bürgernähe.

Internationale Themen sind die Arbeit Bulgariens in und mit europäischen Institutionen und der regionale südosteuropäische Kooperationsprozess. Die FES arbeitet mit einer Vielzahl von Partnern zusammen. Dazu gehören sowohl staatliche Akteure als auch verschiedene Nichtregierungsorganisationen wie parteinahe Stiftungen, Umweltschutzverbände, unabhängige Forschungsinstitute, Jugendorganisationen, Gewerkschaften, Wirtschaftskammern und Medienverbände.

Kosovo

Prishtina
Frank Hantke

Büroanschrift:
Friedrich-Ebert-Stiftung
Rr. Pashko Vasa 23
(Pejton Place)
Kos-10000 Prishtina

+381 38 221 108
+381 38 221 109
+381 38 221 110
E-Mail-Kontakt

Die Arbeit der FES im Kosovo:

Das Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Prishtina wurde zwischen 1999 und 2000 unter schwierigen politischen Rahmenbedingungen aufgebaut. Nach der Intervention der NATO zur Beendigung massivster Menschenrechtsverletzungen in Kosovo im Juni 1999 autorisierte der Weltsicherheitsrat eine zivile internationale Übergangsverwaltung. Schritt für Schritt wurden demokratische Strukturen errichtet. Mit ihrem breiten Erfahrungshorizont beteiligt sich die FES in Kosovo aktiv am Aufbau demokratischer Strukturen und trägt dazu bei, den Grundstein für eine verantwortungsvolle Politikgestaltung zu legen.

In den Jahren nach der Intervention der NATO beurteilten vor allem Albaner_innen und Serb_innen die Politik und den Rechtsstatus Kosovos gegensätzlich. In diesem Umfeld ist es ein zentrales Ziel der FES, die verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu politischem Engagement zu motivieren und zu befähigen, um so wichtige Impulse für den Demokratieaufbau zu geben.

Von Anfang an stand die Stärkung der Zivilgesellschaft im Mittelpunkt. Hierbei sind wichtige Dialogpartner_innen nach wie vor Vertreter_innen von Gewerkschaften, aus der Regierung, von Arbeitnehmer_innengruppierungen, aus Forschungsinstituten sowie den Medien. Das FES-Büro in Prishtina organisiert zum Beispiel Konferenzen und setzt mit Gesprächsplattformen für lebhafte, konstruktive Debatten wichtige Akzente.

Die schlechte sozialökonomische Lage Kosovos stellt für die Entwicklung des Landes eine zentrale Herausforderung dar. Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sind nach wie vor schwach ausgebildet. Entsprechend fördert die FES die demokratische und zivilgesellschaftliche Entwicklung sowie die Gewerkschaftsbewegung. Sie unterstützt Reformen auf kommunalpolitischer Ebene, wirkt mit an einer gerechten und nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung und setzt sich für die Integration Kosovos auf regionaler und internationaler Ebene ein.

Kroatien

Zagreb
Dr. Max Brändle

Büroanschrift:
Friedrich-Ebert-Stiftung
Praska 8
HR-10000 Zagreb

+385 1480797 0
+385 1480797 8
E-Mail-Kontakt

Die Arbeit der FES in Kroatien:

Kroatien war seit 1990 mit einer Vielzahl von Krisen und Herausforderungen konfrontiert, insbesondere mit dem Zerfall der jugoslawischen Föderation und dem Krieg mit Serbien (1991-1995). In dessen Verlauf wurden ein Drittel des kroatischen Territoriums besetzt und Teile der Infrastruktur und der Wirtschaftsbasis zerstört. Hunderttausende flohen aus den umkämpften Regionen. Gleichzeitig galt es, die Übergänge von einem autoritär-sozialistischen Teilstaat zur Demokratie sowie von einer Plan- zur Marktwirtschaft zu bewältigen.

Der Umbau des politischen und wirtschaftlichen Systems ist weit vorangeschritten, abgeschlossen ist der Transformationsprozess indes nicht. Ihn zu stützen, zu vertiefen und zu vollenden war das Hauptziel der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Kroatien seit Beginn der Kooperation unmittelbar nach Kriegsende im Jahr 1996. Im zurückliegenden Jahrzehnt hat die FES auch die Reformen intensiv begleitet und gefördert, die Kroatien auf dem Weg zu seinem EU-Beitritt im Juli 2013 umgesetzt hat. Der Reformprozess muss weitergehen, um die fortexistierenden Strukturprobleme zu überwinden und die Abstände zu den sozioökonomischen EU-Durchschnittswerten zu verringern.

Seit Kroatiens EU-Beitritt im Jahr 2013 wird der bilaterale Austausch mit deutschen und anderen europäischen Kräften immer wichtiger. Die FES trägt zu diesem Austausch bei, indem sie Demokratie fördert, Zivilgesellschaften und Gewerkschaften stärkt und die konzeptionellen Debatte über Wirtschafts-, Sozial und Umweltpolitik vertieft. Weiterhin unterstützt sie ihre Partner in Kroatien, um europäische Ansätze zur Konfliktbearbeitung und Vergangenheitsbewältigung zu finden.

Die Maßnahmen der FES zielen auf Entscheidungsträger und Multiplikatoren. Zu den Projektpartnern zählen akademische Institutionen, staatliche Stellen, Verbände, Bildungseinrichtungen, Gemeindeparlamente und NGOs. Zudem arbeitet die FES mit Branchengewerkschaften und Gewerkschaftsdachverbänden zusammen.

Mazedonien

Bild von: lmulej Licence: CC0 1.0

Skopje
Eva Ellereit

Büroanschrift:
Friedrich-Ebert-Stiftung
Ul. Borka Taleski 42/6
P.O. Box 423
MK-1000 Skopje


+389 2 3093 182
+389 2 3093 181
+389 2 3093 180
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Die Arbeit der FES in Mazedonien

Mazedonien ist auch mehr als 25 Jahre nach der Unabhängigkeit ein Transformationsland. Seine stark autokratisch geprägte politische Kultur gibt kaum Raum für politischen Konsens und die Beteiligung der Zivilgesellschaft. In den vergangenen Jahren hat sich die Situation sogar erheblich verschlechtert. Mazedonien ist ein multiethnisches und multikulturell geprägtes Land. Eine angemessene politische und gesellschaftliche Teilhabe der albanischen Minderheit, die ca. 25 Prozent der Bevölkerung ausmacht, ist bislang nicht gewährleistet. Ethnische Konflikte zwischen Albaner_innen und der slawischstämmigen Mehrheitsbevölkerung schwelen weiter und flammen zeitweise sogar auf. Die Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Politik hemmen die wirtschaftliche Entwicklung und fördern die Korruption.
Besonders die Jugend leidet unter der wachsenden Perspektivlosigkeit, die unter anderem auch aus ungenügenden Bildungsangeboten erwächst. Beispielsweise wurden viele Universitäten gegründet, deren Inhalte und Abschlüsse keinen Bezug zum Arbeitsmarkt haben, während die berufliche Bildung stark vernachlässigt wurde. Die daraus resultierende strukturelle Jugendarbeitslosigkeit löst gerade bei vielen jungen Menschen Migrationswünsche aus.

Von einem EU-Beitritt erhoffen sich viele Mazedonier_innen eine demokratische politische und wirtschaftliche Entwicklung. Diese Perspektiven drohen wegen fehlender interner Reformen zu schwinden oder gar verloren zu gehen.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) unterstützt seit Anfang der 1990er Jahre den demokratischen, wirtschaftlichen und sozialen Wandel auf dem Balkan. Ziel ist die Integration des westlichen Balkans in die Europäische Union. Grundlage für die Arbeit der FES in Skopje seit 1996 sind soziale und demokratische Prinzipien und die Standards des Europäischen Wirtschafts- und Sozialmodells. Die FES versteht sich als Moderatorin des Dialoges – auf politischer Ebene, im Wirtschafts- und Sozialbereich wie auch und besonders zwischen der Zivilgesellschaft und ihren Organisationen und den politischen Entscheidungsträger_innen.

Montenegro

Bild: von Wikimedia 

Unsere Arbeit in Montenegro

zuständig: Ursula Koch-Laugwitz

Friedrich-Ebert-Stiftung
Dositejeva 51
SRB-11000 Belgrad

+381 11 3283 285
+381 11 3283 271
+381 11 3283 294

E-Mail-Kontakt

Die Arbeit der FES in Montenegro

Montenegro ist seit 2006 ein unabhängiger Staat und ist 2010 Beitrittkandidat der Europäischen Union und steht mit den Beitrittsverhandlungen bis heute im regionalen Vergleich vorne. Dennoch bestehen weiterhin große und von der EU in den jährlichen Fortschrittsberichten angemahnte Defizite, z. B. in Kernbereichen der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Korruption und organisierte Kriminalität sind weit verbreitet und zivilgesellschaftliche Organisationen sowie Presse- und Medienfreiheit sind staalichen Eingriffen ausgesetzt.

Die Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Montenegro wird vom Regionalbüro Serbien-Montenegro in Belgrad koordiniert und konzentriert sich auf die drei Schwerpunkte: Demokratieförderung, Sozialer Dialog und die Unterstützung und Vermittlung des EU-Beitrittsprozesses.

Die FES bietet in Montenegro eine gesellschaftspolitische Plattform für politische Debatten über die wichtigsten gesellschaftspolitischen Probleme an.

Sie unterstützt den Dialog zwischen demokratischen Parteien, wissenschaftlichen Expert_innen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, auch über Montenegro hinaus in der Region Südosteuropa.

Die FES vermittelt soziale und demokratische Werte und Ideen durch Seminare, Workshops und andere Angebote, zur Stärkung demokratischer Teilhabe und bürgerlichem Engagement. 

Republik Moldau

Bild: Constantin Grigorita, FES Moldau, 30.10.2015

Chisinau
Ana Mihailov

Büroanschrift:
Friedrich-Ebert-Stiftung
125, 31 August 1989 St.
MOL-2012 Chisinau

+373 22 855 830
E-Mail-Kontakt

verantwortlich:
Stephan Meuser
Büro Bukarest

Die Arbeit der FES in der Republik Moldau:

Die EU ist daran interessiert, dass sich die Republik Moldau zu einem friedlichen, stabilen und demokratischen Nachbarn entwickelt. Entsprechend intensivierte sie die Zusammenarbeit mit dem Land durch dessen Aufnahme in die Europäische Nachbarschaftspolitik und die Östliche Partnerschaft. Doch politische Instabilität, demokratische Defizite, der ungelöste Territorialkonflikt um die Region Transnistrien und ein fehlender Konsens über die geopolitische Orientierung prägen die Republik Moldau bis heute. Auch mehr als zwei Jahrzehnte nach der Unabhängigkeit kämpft das Land darüber hinaus mit einer schwachen Wirtschaft und weit verbreiteter Armut.

Vor diesem Hintergrund bestimmen die Themen Demokratieentwicklung, EU-Annäherung sowie Wirtschafts- und Sozialpolitik die Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in der Republik Moldau. Ihre Beratungs- und Bildungsmaßnahmen zielen insgesamt auf eine demokratische und rechtsstaatliche, friedliche und sozial ausgewogene Entwicklung des Landes ab. Hierzu arbeitet die FES sowohl mit Entscheidungsträger_innen, NGOs und Wissenschaftsinstitutionen zusammen, als auch mit Bürger_innen auf lokaler Ebene im Rahmen von Bildungs- und Mobilisierungsprogrammen.

Rumänien

Bild: Rumänien von Dennis Jarvis lizenziert unter CC BY-SA 2.0

Bukarest
Stephan Meuser

Büroanschrift:
Friedrich-Ebert-Stiftung
Str. Emanoil Porumbaru Nr. 21, Ap 3
RO-011421 Bukarest

+40 21 2 11 09 82
+40 21 2 11 09 83
+40 21 2 10 71 91
E-Mail-Kontakt

Die Arbeit der FES in Rumänien:

Rumänien bildet die östliche Grenze der EU und der NATO und ist ein wichtiger Partner für die Bundesrepublik Deutschland. Auch nachdem Rumänien im Jahr 2007 EU-Mitglied wurde, hält der Transformationsprozess in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an. Das Land hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte bei der Bekämpfung politischer Korruption gemacht. Dennoch ist die Unzufriedenheit mit den etablierten politischen Parteien in der Bevölkerung groß. Angesichts niedriger Löhne, ineffizienter und unterfinanzierter sozialer Sicherungssysteme und prekärer Beschäftigung fällt es vielen Rumän_innen schwer, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Über 3 Millionen Bürger_innen haben das Land inzwischen verlassen, um sich im Ausland bessere Perspektiven zu eröffnen.

Vor diesem Hintergrund möchte die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) zu einer demokratischen und rechtsstaatlichen, ökologisch nachhaltigen und sozial ausgewogenen Entwicklung des Landes im Rahmen der EU beitragen. Zu diesem Zweck arbeitet die FES mit Partner_innen aus Wissenschaft, Parteien, Parlament, Regierung, Zivilgesellschaft, Medien und Gewerkschaften zusammen. Die FES fördert zivilgesellschaftliches Engagement und verfolgt das Ziel, durch Bildungs- und Beratungstätigkeiten die partizipative Demokratie zu stärken. Darüber hinaus unterstützt die FES den Informations-, Meinungs- und Erfahrungsaustausch zwischen rumänischen und deutschen sowie europäischen Funktionsträger_innen, insbesondere im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik sowie der Wirtschafts-, Sozial und Umweltpolitik.

Serbien

Bild: Aleksandar Andjic, FES Serbien, 20.03.2015

Belgrad
Ursula Koch-Laugwitz

Büroanschrift:
Friedrich-Ebert-Stiftung
Dositejeva 51
11000 Belgrad

+381 11 3283 285
+381 11 3283 271
+381 11 3283 294
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Weiterführende Links

FES Landesbüro Serbien

Die Arbeit der FES in Serbien

Zwanzig Jahre nach der Einrichtung des Landesbüros Belgrad im Jahr 1996 wird die Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Serbien heute von folgenden Zielen bestimmt:

Die FES Belgrad setzt sich für die Festigung demokratischer Strukturen und die Entwicklung sozialer, demokratischer und partizipativer Grundwerte ein. Mit Workshops, Gesprächskreisen und eigenen Seminarreihen fördert sie den Dialog zwischen demokratischen Parteien, wissenschaftlichen Expert_innen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Die Stiftung unterstützt den EU-Beitrittsprozess Serbiens, indem sie auf Vortragsveranstaltungen und Fachkonferenzen mit serbischen und europäischen Vertreter_innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft aktuelle sowie perspektivische Fragen der Europäischen Erweiterung und Zusammenarbeit analysiert. Aufgrund ihrer breiten Themenvielfalt und der guten Zusammenarbeit mit serbischen Partnerorganisationen und Think-Tanks trägt sie damit maßgeblich zum EU-Diskurs in Serbien bei.

Darüber hinaus unterstützt sie den politischen, wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Dialog mit den Nachbarländern Serbiens, um die regionale Zusammenarbeit in zentralen Arbeitsfeldern zu entwickeln.

Die Kooperation mit den wichtigsten Gewerkschaftsbünden und Branchengewerkschaften stellt einen weiteren Eckpfeiler des Engagements der Friedrich Ebert Stiftung in Serbien dar. Zentrale Arbeitsfelder sind hierbei die nationale und bilaterale Zusammenarbeit, die Förderung des Sozialdialogs und die Stärkung der Gewerkschaftsorganisationen. Mit dem Beginn der EU-Beitrittsverhandlungen rückt auch die Einbindung der serbischen Gewerkschaften in den europäischen Diskurs und in die EU-Institutionen stärker in den Vordergrund der Projektarbeit.

Die Gleichstellung von Frauen in Politik und Gesellschaft ist ein wichtiges Projektziel der FES in Serbien. Dabei werden Genderthemen verstärkt in die öffentliche Debatte eingebracht, europäische Erfahrungen und Standards vermittelt und Empfehlungen zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen in Politik und Gesellschaft erarbeitet.

Slowenien

Unsere Arbeit in Slowenien

Bild von: MemoryCatcher Licence: CC0 1.0

Ljubljana
zuständig: Dr. Max Brändle

Friedrich-Ebert-Stiftung
Praska 8
HR-10000 Zagreb

+385 1 48 07 97 0
+385 1 48 07 97 8
E-Mail-Kontakt

 

Weiterführende Links

FES in Slowenien

Die Arbeit der FES in Slowenien:

Slowenien gehört zur Gruppe der weiter fortgeschrittenen Ländern der Region, vor allem im Vergleich zu den anderen post-jugoslawischen Staaten. Es beendete die EU-Beitrittsverhandlungen bereits im Dezember 2002 und trat im Mai 2004 der Europäischen Union bei. Slowenien war auch das erste neue Mitgliedsland, das im Januar 2007 den Euro einführte. Die globale Wirtschaftskrise traf jedoch auch Slowenien hart.

Mit ihrer Arbeit in Slowenien möchte die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) weiterhin zu einer demokratischen, ökologisch nachhaltigen und sozial ausgewogenen Entwicklung des Landes im Rahmen der EU beitragen. Dazu fördert die FES den Transfer von EU-Wissen zwischen Slowenien und Südosteuropa, die Debatte innovativer Ansätze einer modernen Wirtschafts- und Industriepolitik für die weitere EU-Integration der slowenischen Wirtschaft, die Gewerkschaftsarbeit und die Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten zur Förderung von Sicherheit, Stabilität und Frieden in der Region. Zu diesem Zweck arbeitet die FES mit Partner_innen aus Wissenschaft, Parlament, Regierung, Zivilgesellschaft, Medien, Think Tanks und Gewerkschaften zusammen.

  • Kontakt

    Referat Mittel- und Osteuropa

    Leitung

    Matthias Jobelius

    Kontakt

    Petra Kusserow-Feike

    Hiroshimastraße 28
    D- 10785 Berlin

    +49 (0)30/269 35-7740
    E-Mail-Kontakt

     


    Ansprechpartner für die Projekte in Südosteuropa

    Bulgarien, Kroatien, Moldau, Rumänien, Slowenien

    Matthias Keil

    +49 (0)30 269 35-7742
    E-Mail-Kontakt

     

    Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Regionaler Dialog

    Martin Güttler

    +49 (0)30 26935-7727
    E-Mail-Kontakt

     

    Serbien, Montenegro, Mazedonien

    Daniel Reichart

    +49 (0)30 269 35-7712
    E-Mail-Kontakt

  • Expertise
    Bild: von FES 

    Das Referat Mittel- und Osteuropa arbeitet zu und in folgenden Regionen:

    • Ostmitteleuropa
    • Südosteuropa
    • Osteuropa
    • Zentralasien
    • Süd-Kaukasus

     Wir freuen uns, wenn Sie mit uns in den Austausch treten.

    Hier finden Sie unsere Ansprechpartner_innen in Deutschland

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