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Friedrich-Ebert-Stiftung in Indonesien

Die Aktivitäten der Friedrich-Ebert-Stiftung in Indonesien

Seit Oktober 2014 ist der ehemalige Möbelhändler und Bürgermeister Joko Widodo (genannt Jokowi) als siebter Präsident und gleichzeitig Regierungschef Indonesiens im Amt. Neben der gezielten Diversifizierung der indonesischen Wirtschaft hat Jokowi die Verringerung der sozialen Ungleichheit zu einem Kernanliegen seines Regierungsprogramms erklärt. Das neue Narrativ für das angestrebte Wirtschaftsmodell ist auch bereits gefunden: Die Gerechtigkeitswirtschaft (Ekonomi berkeadilan). In diesem Sinne hat er veranlasst, dass deutlich mehr Gelder in ländliche Regionen und Dörfer sowie in die wirtschaftlich abgehängten Ost-Provinzen des Landes kanalisiert werden. Mit dem Aufbau eines sozialen Sicherungssystems für die Gesamtbevölkerung beabsichtigt er den sozialen Zusammenhalt zu festigen und die Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft zu schaffen. Sollte er hiermit Erfolg haben, entsteht in Indonesien einer der größten Sozialstaaten der Welt.

Indonesiens Entwicklung ist trotz der gezielten Unterstützung ländlicher Regionen wie viele Länder weltweit durch eine zunehmende Urbanisierung mit den damit verbundenen Herausforderungen für die urbanen Ballungszentren sowie das Hinterland charakterisiert. Existentiell für eine nachhaltige Entwicklung wird dabei sein, durch eine inklusive und partizipative Stadtentwicklungspolitik ausreichend bezahlbaren Wohnraum, bezahlbaren Transport und soziale Räume für die dort lebenden Menschen bereitzustellen.

Als identitätsstiftendes Projekt hat Jokowi dazu aufgerufen, Indonesien als „Maritime Nation“ zu definieren. Daran genknüpft hat er als weiteres praktisches Kernanliegen seiner Administration das Ziel ausgegeben: Indonesien als „Globale Maritime Achse“ zu etablieren. Bislang ist diese in erster Linie ein gewaltiges Infrastruktur- und Wirtschaftsprogramm. So will die Regierung mit der Modernisierung der Häfen den maritimen Sektor als eine der zukünftigen Schlüsselindustrien und als regionalen Transport-Hub etablieren.

Neben klaren und repräsentativen Bekenntnissen für einen vergleichsweise moderaten, progressiven und reformistischen Islam gibt es bedauerlicherweise einen Trend gesellschaftlicher und religiöser Intoleranz sowie eine kleine Gruppe von Radikalen, die die Staatsideologie Pancasila ablehnt und zur Durchsetzung ihrer Ziele auch vor Gewalt nicht zurückschreckt. Eine Herausforderung, der sich der indonesische Staat mithilfe zivilgesellschaftlicher Organisationen und auf der Grundlage der Pancasila im bevölkerungsreichsten islamischen Land der Erde stellt.

Die FES ist seit 1968 in Indonesien mit einem Büro vertreten. Seit dem Jahr 2013 ist das Koordinierende Ministerium für Menschliche Entwicklung und Kultur (Kemenko PMK) der Hauptpartner der FES in Indonesien. In Zusammenarbeit mit PMK und anderen lokalen Partnern führt die FES u.a. Programme und Studien zu den Themen: Soziale Sicherung, Armutsbekämpfung, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Arbeit 4.0, Soziale Stadtentwicklung, Pluralismus und Toleranz sowie regionale und internationale Kooperation durch.

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit auf der Website des FES-Büros in Indonesien

Publikationen

Lulu, Fan

Taobao villages

The emergence of a new pattern of rural ecommerce in China and its social implications
Jakarta, 2019

Publikation herunterladen (2 MB, PDF-File)


Pembangunan Desa Berbasis Data

Analisis Isu dan Potensi Desa di Kabupaten Humbang Hasundutan ; Desa Hutajulu, Desa Sihikkit, Desa Purba Dolok, Desa Sipituhuta, Desa Simangaronsang, Desa Marbun Toruan
Jakarta, 2020

Publikation herunterladen (24 MB, PDF-File)


Däubler, Wolfgang

Perundingan bersama mengenai upah di Jerman

Sebuah gambaran umum
Jakarta, 2019

Publikation herunterladen (570 KB, PDF-File)


Däubler, Wolfgang

Perwakilan kepentingang pekerja di Jerman

Sebuah kajian
Jakarta, 2019

Publikation herunterladen (650 KB, PDF-File)


Innovative economic empowerment based on village potential resources

Jakarta, 2019

Publikation herunterladen (15 MB, PDF-File)


Referat Asien und Pazifik

Regine Schubert

Referat Asien und Pazifik
Friedrich-Ebert-Stiftung
Hiroshimastraße 28
10785 Berlin

030 26935-7465
030 26935-9250

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Im Mittelpunkt der Arbeit des Referats Asien und Pazifik steht die Förderung der demokratischen Entwicklung und der sozialen Dimension des Wirtschaftswachstums in Süd-, Südost- und Ostasien. Dem internationalen Dialog in Asien selbst sowie zwischen Asien und Europa und den Fragen der Krisenprävention misst die Stiftung in den letzten Jahren eine immer größere Bedeutung bei.

Hier finden Sie unsere thematischen Ansprechpartner_innen

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