Politische Akademie

Montag, 03.09.18 17:30 - Bonn

Entwicklung in Afrika - Herausforderung für die deutsche und europäische Sicherheitspolitik


Terminexport im ICS-Format

Bild: von FES

Mehr als eine Milliarde Menschen leben in den 54 Staaten des afrikanischen Kontinents. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Bevölkerungszahl verdoppeln, was die Region  vor große politische Herausforderungen stellt.

Trotz positiver Entwicklungen in Form ökonomischer Wachstumsprozesse und politischer Konsolidierungstendenzen in zahlreichen afrikanischen Staaten, wird die öffentliche Wahrnehmung des afrikanischen Kontinents hierzulande häufig undifferenziert durch Berichte über die negativen Entwicklungen wie Staatszerfall, Migration, Terrorismus und humanitäre Notlagen in vielen Regionen Afrikas dominiert. Mit rund 15 Millionen Flüchtlingen – davon 12 Millionen innerhalb des Kontinents – sind in Afrika weltweit die meisten Menschen auf  der Flucht. Und trotz jahrzehntelanger Entwicklungszusammenarbeit, ist das Leben vieler v.a. junger Menschen in Afrika immer noch durch Perspektivlosigkeit, Armut und Unterdrückung geprägt.

Die humanitären Krisen und Auswirkungen von Konflikten in Afrika spüren Europa und Deutschland immer unmittelbarer. Deshalb ist die sicherheits- und verteidigungspolitische Bedeutung Afrikas für Deutschland und Europa in den vergangenen Jahren gewachsen. Die UN hat zurzeit 8 Friedenseinsätze in Afrika mit fast 100.000 Soldat_innen und zivilen Helfer_innen, die Bundeswehr ist mit bis zu 1200 Soldat_innen in Afrika, insbesondere in Mali, aktiv.

Mit Blick auf die zunehmende sicherheitspolitische Bedeutung Afrikas wollen wir daher fragen:

  • Welche Verantwortung zur Friedenssicherung in Afrika haben Deutschland und die EU?
  • Wie können Perspektiven für die Menschen vor Ort geschaffen und Fluchtursachen bekämpft werden?
  • Welchen Beitrag zur nachhaltigen Befriedung von Konflikten können mandatierte Militäreinsatz leisten?

 

Ablauf

17.30 Uhr Begrüßung
Arne Cremer, Landesbüro NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung


17.45 Uhr Diskussion mit

Christoph Matschie, MdB und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss

Oberst i.G. Holger Koch, stellvertretender Leiter Arbeitsbereich Militärpolitik bei Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der EU

Dr. Melanie Müller, Forschungsgruppe Naher/Mittlerer Osten und Afrika der Stiftung Wissenschaft und Politik

Tobias von Gienanth, stellvertretender Leiter des Arbeitsbereichs Analyse mit dem Schwerpunkt Afrika, Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (angefragt)


Moderation
Hans-Joachim Schaprian, Oberst a.D.

20.00 Uhr Ausklang mit Imbiss

Arbeitseinheit: Landesbüro NRW | Politische Akademie



Termin

Montag, 03.09.18
17:30 bis 20:00 Uhr

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Godesberger Allee 149
53175 Bonn



Ansprechpartner_in

Arne Cremer

Kontaktanschrift
Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro NRW
Godesberger Allee 149
53175 Bonn
Tel. 0228-883-7202, Fax 0228-883-9208




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