Nr: 08
Name: Kommunallandkarte

Wie funktioniert Stadtentwicklung?

Sprechen wir von Stadtentwicklung, so sind ganz grundsätzlich die planerischen Aspekte gemeint, welche einen Einfluss auf die künftige Ausrichtung und das weitere Wachstum bzw. die Attraktivitätssteigerung einer Stadt ausüben. Darunter fallen insbesondere die Schaffung von Wohnraum und Arbeitsplätzen, sowie der Ausbau und die Ausbesserung der Infrastruktur. Alle drei Punkte spielen zugleich eine große Rolle für die Bewohner_innen der umliegenden Kommunen und haben einen direkten Einfluss auf die Lebensqualität der Bürger_innen.

In den letzten Jahren ist der Aspekt der Nachhaltigkeit mehr und mehr in den Fokus der Stadtentwicklung gerückt. Denn nur so lässt sich ein zukunftsfähiges Stadtkonzept auch dauerhaft realisieren. Damit ist nicht nur gemeint, dass vermehrt Vorschläge für Grünanlagen und Parks bei der Planung der Stadtentwicklung Berücksichtigung finden, sondern auch, dass beispielsweise bei der Schaffung von Wohnraum darauf geachtet wird, vorrangig bereits bestehende Leerstände und Brachflächen für Neubauten zu nutzen. Dadurch kann die Ausdehnung der Städte und der Wohnräume sowie die Flächenversiegelung zu Lasten der angrenzenden Natur minimiert werden. Die zentrale Herausforderung der Stadtentwicklung besteht darin, die unterschiedlichen Interessen der Bürger_innen mit den wirtschaftlichen und sozialen Interessen unter dem Aspekt der ökologischen Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen.

An der Ausarbeitung der Stadtentwicklung sind viele unterschiedliche Akteur_innen beteiligt: Stadtverwaltung, Gemeinderat und dessen Ausschüsse, Bürgermeister_innen, bis hin zu Wissenschaftler_innen und Expert_innen, die zur Planung mit hinzugezogen werden. Sie alle wirken maßgeblich an der Erarbeitung der Stadtkonzepte mit. Auch die Bürger_innen, insbesondere der von der Planung betroffenen Gebiete, sind natürlich gefragt. Sie können entweder über ihre Vertreter_innen oder selbst in Kontakt mit den zuständigen Instanzen zur Ausarbeitung z.B. von Bebauungsplänen treten. Häufig geschieht dies als institutionalisieret Bürgerbeteiligung bei öffentlichen Veranstaltungen oder Bürger_innenversammlungen im Vorfeld der Planaufstellung.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

https://www.fes.de/landesbuero-niedersachsen/

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