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SUMMARY:Transnationale Konzerne als Nutznießer und Gestalter der Globalisi
 erung
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DESCRIPTION:Weltweit operierende transnationale Konzerne sind die Global Pl
 ayer schlechthin. Sie verantworten etwa 80% der globalen Handelsströme. I
 hre Wirtschafts- und Finanzstrategien wirken sich auf lokaler und national
 er Ebene massiv aus - ökonomisch\, sozial\, ökologisch und politisch. <b
 r><br>Dabei ist das Verhältnis zwischen nationalen bzw. lokalen Akteuren 
 und transnationalen Konzernen deutlich asymmetrisch: Verbindliche Investit
 ionsschutzregeln sichern Unternehmensinteressen umfangreich ab\, während 
 Menschen- wie Arbeitnehmer_innenrechte kaum vor den Folgen unternehmerisch
 er Aktivitäten geschützt sind. Wollten transnationale Konzerne ihrer Ver
 antwortung gerecht werden\, müssten sie die Folgen und Risiken ihrer Akti
 vitäten und geschäftlichen Beziehungen entlang der gesamten Wertschöpfu
 ngskette identifizieren und offenlegen\, Beschwerdemechanismen für Betrof
 fene vorhalten sowie die freie Interessenvertretung der Arbeitnehmer_innen
  zulassen. Doch beim Thema Menschenrechte drängen die Unternehmen grunds
 ätzlich auf Selbstregulierung und so wenig vertragliche Pflichten wie mö
 glich. <br><br>Auch der unternehmerische Beitrag zum Gemeinwohl nimmt sich
  meist bescheiden aus - sowohl in Industrieländern als auch in Entwicklun
 gs- und Schwellenländern. Fehlende Transparenz und unzureichende Regulier
 ung ermöglichen Steuervermeidung und -hinterziehung in großem Umfang\, w
 as das Wirtschaftswachstum bremst und wirtschaftliche Ungleichheit förder
 t. Zudem verlieren die Staaten politische und soziale Gestaltungsmöglichk
 eiten. <br><br>Die Folgen dieser Schieflagen sind dramatisch\, wie Umfrage
 - und Wahlergebnisse in den Industriestaaten zeigen. Die Bevölkerung ist 
 erbittert über die enge Verflechtung von Politik und Wirtschaft und über
  die Vorzugsbehandlung\, die den transnationalen Konzernen zuteilwird. Von
  einer Refeudalisierung der Politik ist die Rede\, bei der geschlossene ö
 konomische Eliten und Lobbyisten direkten Einfluss auf Politikentscheidung
 en nehmen. Die Auswüchse des Kapitalismus scheinen die Demokratie selbst 
 zu bedrohen.<br><br>Politische und regulative Lösungen zum Schutz der Arb
 eitnehmer_innen- und Menschenrechte\, zur gerechten Besteuerung\, zum Kamp
 f gegen Steuerhinterziehung sowie zu einem ausgewogenen Investitionsschutz
  sind dringend nötig. In den letzten Jahren sind vielversprechende Initia
 tiven auf regionaler und internationaler Ebene gestartet worden. Wir wolle
 n über die Reichweite dieser Initiativen diskutieren\, die Perspektiven v
 on Nord und Süd auf Gemeinsamkeiten und Differenzen untersuchen sowie Weg
 e zur Umsetzung und Vertiefung der Reformagenda trotz widriger globaler Te
 ndenzen analysieren.
ORGANIZER;CN=Susanne Böhme:mailto:Susanne.Boehme@fes.de
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