Landesbüro Thüringen

Montag, 23.09.19 11:00 bis Montag, 23.09.19 16:00 - FES Berlin

Egon Bahr Symposium 2019 "Das Ende des INF-Vertrages. Die Folgen für Europa"


Terminexport im ICS-Format

Sehr geehrte Damen und Herren,

das vierte Egon Bahr Symposium wird sich der Frage nach den Folgen der Vertragskündigung zu nuklearen Mittelstreckenraketen durch die USA und anschließend ebenfalls durch Russland widmen. Dafür gibt es ernsten Anlass:

„Die Tür für ein neues Wettrüsten auf dem Gebiet der nuklearen und nicht-nuklearer Mittelstreckensysteme wird beim Wegfall von INF weit aufgestoßen. Eine Fortführung der strategischen nuklearen Rüstungskontrolle im Rahmen des START-Prozesses wird dadurch ebenfalls fraglich, ebenso wie die Zukunft der nuklearen Abrüstung als Ganzes im Rahmen des Nuklearen Nichtverbreitungsvertrages (NVV), wenn die USA und Russland ihre Abrüstungsverpflichtungen nicht mehr einhalten. (…) Für Europa bedeutet der Wegfall von INF, dass angesichts der kurzen Flugzeiten von Mittelstreckensystemen in Krisen gefährliche Situationen heraufbeschworen werden, so wie wir sie noch aus der Zeit des Kalten Krieges kennen. Damit werden die strategische Stabilität und Sicherheit in Europa geschädigt und die Aussichten für eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsordnung nachhaltig geschwächt.“ *

Mit dieser Veranstaltung soll die Debatte befördert werden, wie wir gemeinsam diesen befürchteten Folgen entgegentreten können und wie Europa seine Verantwortung für den Frieden angesichts der geschilderten Herausforderungen am besten wahrnehmen kann.

Wir laden Sie herzlich ein, sich beim diesjährigen Egon Bahr Symposium an dieser dringend notwendigen Debatte zu beteiligen!

*aus der Erklärung des Willy-Brandt-Kreises zur Kündigung des INF-Vertrages, für den Fortbestand von Rüstungskontrolle in Europa


Begrüßung:
Dr. Irina Mohr, Friedrich-Ebert-Stiftung

Einführung:
Heidemarie Wieczorek-Zeul, Ministerin a. D., Vorsitzende des Willy-Brandt-Kreises

Keynote:

„Rüstungskontrolle und Entspannungspolitik heute – Herausforderungen für Deutschland und Europa“

Prof. Dr. Götz Neuneck, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg

 

Panel 1: „Nach dem Wegfall des IN F-Vertrages: Wie kann ein neues atomares Wettrüsten in Europa verhindert werden?“

Rolf Ekéus, Ehem. Botschafter, ehem. OSCE-Beauftragter für Minoritätenfragen und Direktor der UNSCOM Kommission

Dr. Ute Finckh-Krämer, Co-Vorsitzende des Sprecherrates der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, Vorstandsmitglied des Bundes für Soziale Verteidigung

Dmitry Stefanovich, Visiting Fellow, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg

Dr. Paul F. Walker, USA, derzeit Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg

Moderation: Prof. Dr. Götz Neuneck, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg

 

Panel 2: „Welche Rolle kann die Europäische Union zwischen den USA, Russland und China spielen?“

Impuls: Dr. Gernot Erler, Staatsminister a. D.

Prof. J. D. Bindenagel, USA, derzeit Center for International Security and Governance, Bonn

Alexej Gromyko, Institute of Europe of the Russian Academy of Sciences (IERAS)

Dr. Hans-Joachim Spanger, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung

Prof. Dr. André Gerrits, Universität Leiden, International Studies and Global Politics

Moderation: Prof. Dr. Hans-Joachim Giessmann, Berghof Foundation

Arbeitseinheit: Landesbüro Thüringen



Termin

Montag, 23.09.19
11:00 bis 16:00 Uhr

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Hiroshimastraße 17
10785 Berlin



Ansprechpartner_in

Irina Mohr

Kontaktanschrift
Friedrich-Ebert-Stiftung
Hiroshimastraße 17
10785 Berlin



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