Ab 2012 wurde die Bundesrepublik Deutschland von zwei Ostdeutschen, zur Hälfte biografisch und gemeinsam politisch in Mecklenburg-Vorpommern beheimatet, angeführt. Angela Merkel war bereits seit 2005 Bundeskanzlerin, als im Frühsommer 2010 die Nachfolge für Bundespräsident Horst Köhler gesucht wurde.
Sofort unterstützten viele Parteien, vor allem auch Rostocker und Rostockerinnen mit Demonstrationen und Trommeln eine Kandidatur des ehemaligen Rostocker Pastors Joachim Gauck. Vergeblich. Nach dem Rücktritt des stattdessen gewählten Bundespräsidenten Christian Wulff am 17. Februar 2012 war das Amt vakant. Sofort war Gauck wieder im Spiel. Sukzessiv wuchs die Unterstützung der Bundestagsparteien. Am 18. März 2012 wurde Joachim Gauck von der 15. Bundesversammlung zum elften Bundespräsidenten Deutschlands gewählt.
Auch wenn Merkel wie Gauck ihre Verwurzelung in Mecklenburg-Vorpommern selten hervorgehoben, ließ sich Gauck es nicht nehmen, beispielsweise bei der Verabschiedung seines Rostocker Pastorenokllegen Henry Lohse im September 2012 persönlich zu erscheinen. Bereits im Monat zuvor hatte er in Rostock zum 20. Jahrestag der Pogrome von Lichtenhagen eine viel beachtete Rede gehalten.
Im Juni 2016 verkündete Gauck, 2017 nicht noch einmal für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren.