2008

Storch Heinar

Storch Heinar aus Greifswald

Im Vorfeld der Landtagswahl des Jahres 2006 gründeten die Jungsozialisten in Mecklenburg-Vorpommern „Endstation Rechts“, um einen Wahlerfolg der NPD wie zwei Jahre zuvor in Sachsen zu verhindern. Das Internet-Nachrichtenportal sollte vor allem im Wahlkampf Aufklärung gegen rechtsextreme Umtriebe und rechte Politik betreiben. Zwei Jahre später legten einige Mitglieder der Initiative eine satirische Kampagne unter dem Titel "Storch Heinar" auf, um die, "in rechtsextremen Kreisen sehr beliebte und identitätsstiftende Marke ,Thor Steinar' zu karikieren". Ein gescheitelter Storch mit Hitlerbärtchen und Stahlhelm war die zentrale Figur und emblematisch schnell auf Taschen, T-Shirts und Tassen zu finden. Der Bundesengagement-Preis oder der Europäische Bürgerpreis sind nur zwei der Auszeichnungen, welche die Initiative verliehen bekam.
MediaTex, Inhaber der Marke,Thor Steinar' aber verklagte die Initiative wegen Verwechslungsgefahr. Im Sommer des Jahres 2010 erhielt die Initiative vom Landgericht Nürnberg- Fürth weitgehend Recht und durfte vor allem im Landtagswahlkampf 2011 ihre Arbeit fortsetzen. Trotzdem erhielt die NPD 6 % der Stimmen.
Kritiker wandten gegen die Kampagne ein, dass sie nicht geeignet sei Probleme zu lösen und selbst bei einigen Sozialdemokraten galt sie als zu intellektuell. Bei Facebook hat „Storch Heinar“ über 100.000 Freunde.