Waren im Jahr 1990 die DDR-Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg aufgelöst, das Land Mecklenburg-Vorpommern gebildet und föderale Institutionen und Strukturen eingeführt worden, blieben die Kreise davon weitgehend unberührt. Diese waren im Jahr 1952 von der SED eingeführt worden, weshalb man nun die damals aufgelösten Landkreise weitgehend wiederherstellen wollte.
Ziel war die Einführung von 13 neuen Landkreisen, jeder zwischen 2000 und 2500 km² groß sowie fünf kreisfreien Städten. Das dadurch viele Städte nicht mehr Kreisstadt waren, führte zu heftigen und schmerzlichen Auseinandersetzungen. Die Kreisgebietsreform war aber notwendig, weil man die Struktur des Bundeslandes kostengünstiger und einfacher gestalten wollte.
Im Ergebnis gab es sechs kreisfreie Städte und zwölf Landkreise.
Zehn Jahre später mussten auch diese wieder reformiert werden. Ein ursprünglicher Plan des Innenministers Timm wollte vier Kreise schaffen und neben der Kreis- auch eine Verwaltungsreformen durchführen. Der Koalitionspartner PDS lehnte die Reform ab, die Oppositionspartei CDU war noch entschiedener dagegen und klagte. Erfolgreich.
Nach dem Wechsel der CDU von der Opposition in die Regierungsbank im Jahr 2008 überarbeiteten SPD und CDU die verworfene Reform, die mit der bis heute gültigen Struktur von sechs Landkreisen und zwei kreisfreien Städten 2011 in Kraft trat.