Julius-Leber-Forum

Regionalbüro für Bremen, Hamburg & Schleswig-Holstein

Donnerstag, 29.10.20 12:30 - online

Das Lieferkettengesetz – ein Weg zu mehr globaler Gerechtigkeit?


Terminexport im ICS-Format

Menschenrechtsorganisationen fordern seit Jahren ein sog. Lieferkettengesetz, das dafür sorgen soll, dass deutsche Unternehmen in der globalisierten Wirtschaft darauf achten müssen, dass auch bei ihren Subunternehmen Arbeitsschutz- und Menschenrechtsstandards eingehalten werden. Aktuell berät die Bundesregierung über ein solches Gesetz und wir sprechen bei der nächsten Ausgabe von "Politik am Mittag" über dessen Folgen für Arbeitnehmer_innen im globalen Süden.

 

Bild: 220245199 von picture alliance / ZB | Sascha Steinach

POLITIK AM MITTAG digital

Wenn uns Bilder brennender oder eingestürzter Textilfabriken in Ländern des Globalen Südens erreichen, wie vor einigen Jahren in Pakistan oder Bangladesch geschehen, ist der Schock in Deutschland und Europa groß. Im Alltag ist vielen Menschen allerdings nicht bewusst, dass ihrem Kauf im Supermarkt oder in einer Boutique oftmals eine lange, globalisierte Produktionskette vorausgeht. Dabei kann es gut sein, dass das eigene T-Shirt in einer Fabrik gefertigt worden ist, in der Arbeitsschutz und Menschenrechte nicht gewährleistet sind.

 

Eine aktuelle Umfrage der Bundesregierung zeigt, dass vier von fünf Unternehmen ihre Lieferketten nicht kennen und ihrer Sorgfaltspflicht zum Schutz von Menschenrechten nicht ausreichend nachkommen. Dies zeigt, dass die bisher geltenden freiwilligen Vereinbarungen nicht ausreichen. Zahlreiche Menschenrechts- und Umweltorganisationen fordern seit Langem ein Lieferkettengesetz, dass Beschäftigte weltweit schützen soll. Mit dem Gesetz können Unternehmen für Missstände in ihrer Produktions- und Wertschöpfungskette haftbar gemacht werden und würden – so die Prognose – dafür sorgen, dass sich die Verhältnisse bei ihren Subunternehmen verbessern. Auch viele Politiker_innen sprechen sich inzwischen für ein solches Gesetz aus. Die Bundesregierung entwickelt derzeit einen Gesetzentwurf, begleitet von hitzigen politischen Diskussionen.

 

Bei der nächsten Ausgabe von „Politik am Mittag“ diskutieren wir über die Pläne der Bundesregierung, Forderungen von NGO und Expert_innen, Reaktionen von Unternehmen und schauen auf die Lage der betroffenen Arbeitnehmer_innen im globalen Süden. Als Gesprächspartnerin freuen wir uns auf Franziska Korn, Referentin für Wirtschaft und Menschenrechte der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin und langjährige Leiterin des FES-Büros in Bangladesch. Hier geht es zu einem Artikel von ihr zum Thema.

 

Das Lieferkettengesetz – ein Weg zu mehr globaler Gerechtigkeit?

mit Franziska Korn,

Referentin für Wirtschaft und Menschenrechte der Friedrich-Ebert-Stiftung

am Donnerstag, den 29. Oktober 2020 um 12:30 Uhr

online auf der Plattform Zoom.

 

Sie sind herzlich zu dieser online-Diskussion eingeladen! Eine Anmeldung über den Anmelde-Button unten ist erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Angemeldete Teilnehmer_innen erhalten von uns am 28.10.2020 per Mail die Zugangsdaten zu der online-Diskussion sowie technische und Datenschutzhinweise.

 

Diese Veranstaltung wird gefördert aus Mitteln der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.



Termin

Donnerstag, 29.10.20
12:30 Uhr

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

online



Ansprechpartner_in

Dr. Dietmar Molthagen

Kontaktanschrift
Julius-Leber-Forum
Schauenburgerstraße 49
20095 Hamburg
Tel. 040-325874-0



Bitte beachten Sie: Sobald Sie sich die Karte laden, werden Informationen darüber an Google übermittelt.


Friedrich-Ebert-Stiftung
Julius-Leber-Forum

Schauenburgerstraße 49
20095 Hamburg

040-325874-0
E-Mail-Kontakt


Gerne schicken wir Ihnen persönliche Einladungen.

nach oben