Julius-Leber-Forum

Regionalbüro für Bremen, Hamburg & Schleswig-Holstein

Freitag, 08.11.19 19:00 bis Freitag, 08.11.19 22:00 - Zeise-Kino

Der Staat gegen Fritz Bauer - Film und Diskussion


Terminexport im ICS-Format

Wie kann Recht gesprochen werden über das beispiellose Unrecht, das im Nationalsozialismus so viele Menschen ermordet, körperlich und seelisch verletzt hat? Vor dieser Frage stand Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, als er in den 1950er Jahren der Bundesrepublik nach Tätern suchte, als um ihn herum fast alle lieber vergessen wollten.

 

Bild: Fritz Bauer Filmplakat von alamode Film

Deutschland 1957. Während die junge Bundesrepublik die NS-Zeit hinter sich lassen will, kämpft ein Mann dafür, die Täter im eigenen Land vor Gericht zu stellen: Fritz Bauer. Der hessische Generalstaatsanwalt recherchiert nach dem Versteck des früheren SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann. Doch er und seine Mitarbeiter stoßen dabei auf Widerstand bis in höchste Kreise.

Von dieser Geschichte handelt der 2015 gedrehte Speilfilm "Der Staat gegen Fritz Bauer" vom zweifachen Grimme-Preisträger Lars Kraume. Der Film gewann zahlreiche Preise, darunter den Publikumspreis beim Filmfestival in Locarno 2015 und den Deutschen Filmpreis 2016 als bester Film sowie in den Kategorien Regie, Nebendarsteller (Ronald Zehrfeld), Drehbuch, Szenenbild und Kostümbild. Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt in ihrer Reihe "der politische Film" zu einer Sondervorführung des Films mit anschließender Diskussion ein.

In der Rückschau erkennt man die Auschwitzprozesse in den 1960er Jahren als Wendepunkt der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Daran hatte der zu Lebzeiten umstrittene Fritz Bauer großen Anteil. Der Film setzt ihm nicht einfach ein Denkmal, sondern fragt, was bis heute aktuell ist: Wie kann das Recht Geltung gewinnen, wenn vorher Unrecht in zuvor unbekanntem Ausmaß geschehen ist? Wie geht man mit historischer Ignoranz, Institutionenverachtung und dem Wunsch nach neuer nationaler Stärke um? Über diese und weitere Fragen diskutieren wir nach dem Film mit:

Burghart Klaußner, Schauspieler und Darsteller von Fritz Bauer

Dr. Ronen Steinke, Jurist und Verfasser der Buchvorlage „Fritz Bauer, oder: Auschwitz vor Gericht“

Moderation: Dr. Heide Wedemeyer, Justizbehörde Hamburg

 

Dieser Filmabend basiert auf Anregung und Planungen der Hamburger Stipendiat_innen der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Der Eintritt ist frei.

Hier die Einladung zum Filmabend zum Download.

 

Freitag, 8. November

19 - 22 Uhr

Zeise-Kino

Friedensallee 7-9, 22767 Hamburg

 

 

Der Staat gegen Fritz Bauer

Regie: Lars Kraume (D 2015, 104 Minuten)

 

In unserer Veranstaltungsreihe „Der politische Film“ zeigen wir politische Kinofilme, die uns auf ein politisches Thema hinweisen, die Welt beobachten, Stellung beziehen und den Zuschauer zum Nachdenken anregen. Mit Bildern bewegen – das ist politischer Film.



Termin

Freitag, 08.11.19
19:00 bis 22:00 Uhr

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Friedensallee 7-9
22767 Hamburg



Ansprechpartner_in

Dr. Dietmar Molthagen

Kontaktanschrift
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Rathausmarkt 5
20095 Hamburg
Tel. 040-325874-0



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