04.11.2018

Kongresswahlen 2018: Wo stehen die Kandidaten der Demokraten und Republikaner?

Mit Spannung schaut die Welt dieser Tage nach Amerika. Wo sind die Wählerinnen und Wähler der Demokraten und Republikaner ideologisch zu verorten? Wo stehen die Kandidaten der beiden wichtigsten Parteien politisch? Unsere Strategiedebatten geben Antworten.

Viele Expertinnen und Experten haben diskutiert, ob die amerikanische Gesellschaft durch die tiefen ideologischen Gräben innerhalb der Gesellschaft auseinandergerissen wird. Verschwinden die Gemäßigten aus der politischen Landschaft aufgrund zunehmend zentrifugaler Tendenzen? Die folgende Analyse wird zeigen, ob die Kandidatinnen und Kandidaten der zwei großen Parteien weiterhin  ideologische Überlappungen aufweisen. Die Darstellung der verschiedenen Gruppierungen innerhalb der Demokratischen und Republikanischen Partei lassen am Bild der amerikanischen Politik zweifeln, die als stark parteiisch und dominiert von einem Schwarz-Weiß-Denken bezüglich der Politik Donald Trumps beschrieben wird. Während Trump sowohl Politikerinnen und Politiker als auch die Wählerschaft durch kompromisslose „Wir-gegen-Euch“-Statements aufgebracht hat, verdeckt diese Unterscheidung eine innerparteiliche Meinungsvielfalt – sowohl bezüglich konkreter Politikvorschläge als auch im Bereich des Umgangs mit der aktuellen politischen Situation.

Die Republikaner haben sich, zumindest zum Großteil, hinter dem unkonventionellen Regierungsstil von Donald Trump vereinigt. Dennoch existieren große Differenzen der innerparteilichen Gruppierungen bezüglich Themen wie Freihandel, Zuwanderung und Umweltschutz. Während die Demokraten im Kongress versucht haben, sich als einen vereinten „Widerstand“ in Opposition zu Trumps spaltender Rhetorik aufzustellen, werden viele Risse, die durch die Vorwahlen von 2016 zwischen Hillary Clinton und Bernie Sanders hervorgerufen wurden, in den verschiedenen Strategien und Kandidaturen sichtbar, die die Parteien in den Zwischenwahlen und im Hinblick auf die  Präsidentschaftswahlen 2020 testen. Die Ergebnisse zeigen, dass bezüglich wirtschaftlicher Themen eher zentripetale Effekte bestehen, die Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien also eher zur Mitte tendieren, während soziale Themen eher zentrifugale Tendenzen und damit eine Polarisierung auslösen. Insgesamt wird die Verortung der Kandidatinnen und Kandidaten und Wählerinnen und Wähler der beiden Parteien in der zweidimensionalen politischen Landschaft so der Komplexität der US-amerikanischen Politik gerecht.

Hier geht es zu den Strategiedebatten von US-Kandidaten für die Zwischenwahlen 2018.

Arbeitseinheit: Internationale Politikanalyse


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    Bild: von FES 

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