13.05.2019

Der große Graben: Die Spaltung der westlichen Gesellschaft und das Dilemma der Linken

Westliche Gesellschaften scheinen immer mehr in zwei verfeindete Lager zu zerfallen. Besonders linken Parteien gelingt es kaum noch, Brücken zwischen diesen beiden Lagern zu bauen.Trifft diese Beschreibung zu? Und wie kann es gelingen, die Gesellschaft wieder zusammenzuführen?

Bild: David Goodhart, Bild von FES

Goodhart, Autor des Buches "The Road to Somewhere", vertritt eine deutliche These: Die Gesellschaft sei in die 'Somewheres' und 'Anywheres' gespalten, die sich feindlich gegenüber stehen. Während die 'Anywheres' hoch gebildet und kosmopolitisch orientiert seien, sei für die 'Somewheres' ihre lokale Umgebung und traditionelle Werte der moralische Bezugsrahmen. Die kosmopolitischen Vorstellungen der 'Somewheres' würden den politischen Diskurs aktuell zu stark dominieren. Sheri Berman, Professorin an der Columbia University und Expertin für Populismus, und Thorben Albrecht, Bundesgeschäftsführer der SPD, haben diese These kritisch diskutiert und hinterfragt. Im Mittelpunkt stand die Frage, was die Politik tun kann, um die Gesellschaft wieder zusammenzuführen. Die Antworten sind dabei alles andere als einfach. Thorben Albrecht verwies darauf, dass es wichtig ist, das lokale Umfeld der Menschen durch Infrastruktur und staatliche Angebote lebenswert zu erhalten. Sheri Berman machte deutlich, dass auch für die Frage der Migration Lösungen gefunden werden müssen, auf die sich beide Seiten einigen können. Trotz aller Schwierigkeiten bestand Konsens: Die Spaltung ist nicht unausweichlich, man kann sie auflösen.

Den Tonmitschnitt der Veranstaltung finden Sie hier.

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