Internationale Energie- und Klimapolitik

Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit zusammendenken

Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Er bedroht weltweit nicht nur die natürlichen Lebensgrundlagen, sondern auch die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in vielen Ländern sowie grundlegende Menschenrechte wie das Recht auf Nahrung, Wasser, Gesundheit oder angemessenes Wohnen. Gerade die Länder des Globalen Südens, die am wenigsten zu den CO2-Emissionen beitragen, sind von den negativen Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen – aufgrund ihrer geographischen Lage, mangelnder Infrastruktur, unzureichender Anpassungskapazitäten, Armut und schwacher Institutionen.

Das Klimaabkommen von Paris und die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung machen deutlich, dass bis Mitte des Jahrhunderts Treibhausgasneutralität erreicht werden muss, um die schädliche Erderwärmung zu begrenzen. Dafür bedarf es einer globalen Energietransformation weg von fossilen, emissionsintensiven, hin zu nachhaltigen, erneuerbaren Energiequellen. Dieser Strukturwandel muss sozial inklusiv und gerecht gestaltet werden.

Wir unterstützen solch eine sozial-ökologische Transformation. Unsere Partner aus Politik, Gewerkschaft und Zivilgesellschaft bestärken wir darin, dass Gerechtigkeit und Solidarität auch in der internationalen Energie- und Klimapolitik wichtige Handlungsprinzipien sind. Im Vordergrund steht für uns, dass Stimmen aus dem Globalen Süden in den Debatten über nachhaltige Wirtschaftsformen, die Gestaltung globaler Energietransformationswege, Klimagerechtigkeit und eine gerechte Weiterentwicklung der internationalen Klimapolitik gehört und berücksichtigt werden.

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Berichte und Hintergründe zu COP 23, der Weltklimakonferenz 2017 in Bonn

Unsere Schwerpunkte

Eröffnungsmarsch des Weltsozialforums 2016. Bild: FES
Bild: Eröffnungsmarsch des Weltsozialforums 2016 von A. Geiger lizenziert unter FES

Internationale Klimapolitik gerecht gestalten

Das Pariser Klimaabkommen sieht vor, dass die globale Erderwärmung auf unter zwei Grad begrenzt werden muss. Dazu sind massive Anstrengungen aller Staaten notwendig.

Wir setzen uns dafür ein, dass die internationale Klimapolitik auf der Basis der Menschenrechte gerecht und inklusiv gestaltet wird. Dazu engagieren wir uns im Umfeld von Klimaverhandlungen etwa durch Veranstaltungen und, indem wir unseren Partner aus Zivilgesellschaft und Gewerkschaften aus aller Welt eine Teilnahme ermöglichen. So wollen wir beitragen zur klima- und energiepolitischen Weiterbildung, zur gegenseitigen Vernetzung und zur Allianzenbildung. Auch Fragen von klimabedingter Migration und Flucht thematisieren wir in unseren Programmen.

Globale Energietransformation

Wir setzen uns für eine nachhaltige globale Energietransformation ein und unterstützen den Übergang zu kohlenstoffarmen Energiequellen. Besonders wichtig ist dabei für uns, gerechte Übergänge (just transition) für Arbeiter_innen in den fossilen Industrien zu schaffen. Weltweit wollen wir einen Beitrag zur Beendigung von Energiearmut, zur Verbesserung von Energieeffizienz und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Energie leisten, wie z.B. mit unseren Projekten zu „Low Carbon Development Pathways“ und zu den Voraussetzungen einer globalen Energiewende.

Postwachstum und ein gutes Leben für alle

Die akuten Klima-, Umwelt-, Wirtschafts- und Gerechtigkeitskrisen machen deutlich, dass ein Wirtschaften im alten Stil, das heißt auf der Basis der Ausbeutung endlicher Ressourcen, nicht weiter möglich ist. Wir setzen uns deshalb für den Aufbau nachhaltiger, d.h. emissionsarmer, ressourcenschonender und sozial inklusiver Wirtschaftssysteme ein. Zusammen mit unseren Partnern diskutieren wir Alternativen zum herkömmlichen Wirtschafts- und Entwicklungsmodell und fragen nach den Bedingungen für ein gutes Leben für alle Menschen.

Aktuelle Beiträge

31.07.2018 | Klima und Nachhaltigkeit | Veranstaltung | Rückblicke

EU, du bist dran! EU, it´s your turn!

Die EU hat das Potential eine solidarische und glaubwürdige Rolle in der internationalen Energie- und Klimapolitik einzunehmen, sofern sie ihre diplomatischen Fähigkeiten für eigene ambitionierte...


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| Klima und Nachhaltigkeit | News

Klimaveränderung

Die EU sollte ihre Klimadiplomatie ausbauen, um den Multilateralismus zu retten.


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| Klima und Nachhaltigkeit | News

Vor uns die Sintflut

Bob Geldof warnt vor der großen Ernährungskrise, wenn alle glauben, dass jemand anderes die Welt schon retten wird.


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| Klima und Nachhaltigkeit | Ökologie | Interview

„Klimaschutz ist gelebte internationale Solidarität“.

Manuela Mattheß von der Friedrich-Ebert-Stiftung im Interview mit dem "vorwärts" über das Potential der deutschen Politik Brücken zu bauen.


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Publikationen zum Thema

Parthie, Sandra; Rocher, Viola

Klimapolitik nach COP21

Dreiklang von Politik, Technologie und Finanzierung
Berlin

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Duyck, Sébastien; Lador, Yves

Human rights and international climate politics

human rights into climate actions after Paris: opportunities for the UNFCCC, the human rights institutions and the G-20
Berlin

Publikation herunterladen (1 MB, PDF-File)


Brüggemeier, Franz-Josef

Sun, water, wind

development of the energy transition in Germany
Amman

Publikation herunterladen (14 MB, PDF-File)


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