Heiko Maas: Deutsche Asienpolitik in einer veränderten Weltordnung

Veranstaltung mit einer Rede des Außenministers am 25. Juli 2018 in Tokio

Außenminister Heiko Maas sprach in seiner Rede über die Beziehungen zu Japan sowie die Rolle Asiens in einer veränderten Weltordnung. Foto: Hitoshi Tsuchida / FES.

Asien ist eine der dynamischsten Wachstumsregionen und vor allem handelspolitisch von wachsender Bedeutung. Dies nicht zuletzt durch protektionistische Tendenzen in anderen Ländern. Die Region sieht sich zugleich vor außen- und sicherheitspolitische Herausforderungen gestellt. Die Entwicklungen auf der koreanischen Halbinsel sind hierfür Beleg. Vor diesem Hintergrund gilt es, sich intensiver mit der zukünftigen Rolle Asiens auseinanderzusetzen. Außenminister Heiko Maas kam dem in einer Rede bei einer Veranstaltung am 25. Juli 2018 in Tokio nach, die von der deutschen Botschaft und dem FES-Büro Japan organisiert wurde.

Im Rahmen seiner Reise nach Japan und Südkorea erläuterte Außenminister Heiko Maas die Leitlinien deutscher Asienpolitik in einer veränderten Weltordnung. Er sprach zudem die große Bedeutung der engen Beziehungen zwischen Japan und Deutschland an. In seiner Rede hob der Minister das am 17. Juli 2018 unterzeichnete strategische Partnerschaftsabkommen sowie das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan hervor. Hierdurch wird die weltweit größte Freihandelszone geschaffen, was auch als Signal für ein gemeinsames Engagement gegen Abschottung und für freien Handel verstanden werden kann. Maas bezeichnete Deutschland und Japan dementsprechend als starke Partner gegen Abschottung und Verbündete für faire internationale Spielregeln. Er betonte aber auch, dass Asienpolitik nicht auf wirtschaftliche Gesichtspunkte beschränkt sein darf. Denn territoriale Konflikte gefährden aktuell die internationale Ordnung. Sichergestellt werden muss, dass solche Konflikte gemäß der etablierten Spielregeln der internationalen Gemeinschaft gelöst werden, so Außenminister Maas.

An der von der deutschen Botschaft Tokio in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Japan organisierten Veranstaltung nahmen Vertreter_innen von Presse und Politik sowie ein junges, internationales Publikum teil.

In der lebhaften Diskussion, die vom Vertreter der FES in Japan, Dr. Sven Saaler, moderiert wurde, beantwortete Außenminister Maas Fragen zum Thema Migration als Herausforderung für Deutschland und Japan. Thematisiert wurden zudem die Rolle Russlands und Chinas in der zukünftigen Weltordnung, die Bedeutung Südkoreas als Partner Japans und Deutschlands sowie das Thema Künstliche Intelligenz und Cybersecurity.

Die vollständige Rede von Außenminister Heiko Maas auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes.

Mehr zur Arbeit der FES in Japan und Asien erfahren Sie auf den Internetseiten des Referats Westeuropa/Nordamerika und Japan sowie der FES in Japan.


Fotos: Hitoshi Tsuchida / FES

  • Außenminister Heiko Maas bei seiner Rede am 25. Juli 2018 in Tokio.
  • Thema der Rede: Die Beziehungen zu Japan und die aktuelle Rolle Asiens.
  • Die Veranstaltung mit Heiko Maas stieß auf großes Interesse.
  • Diskutiert wurden aktuelle Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik.
  • Heiko Maas und Dr. Sven Saaler, Leiter des FES -Büros in Japan.
  • Akihiko Tanaka, Präsident des National Graduate Institute for Policy Studies (GRIPS).
  • Die Veranstaltung erfolgte in Kooperation mit der deutschen Botschaft in Japan.
  • Eine lebendige Diskussion in den Räumen des GRIPS.
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