Gender Matters - Geschlechtergerechtigkeit zählt!

  • Bild: ­von ­Andrea Schmidt ­

Geschlecht ist auf vielfältige Weise in  unser Leben und unsere Gesellschaft eingewoben: Gender matters! Doch es wird auch dazu benutzt, um auf verschiedene Art und Weise in der Gesellschaft Differenz, Ungleichheit, Hierarchien, Benachteiligungen und Unterdrückung zu schaffen. Das ist ungerecht. Das zu ändern und individuelles wie gesellschaftliches Leben geschlechtergerecht und vielfältig zu gestalten, ist daher ein zentraler Aspekt von Gerechtigkeit - der Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit.

Geschlechtergerechtigkeit zählt! - als zentraler Wert einer gerechten Gesellschaft, als Kernelement der Sozialen Demokratie und als politisches Ziel der Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Deutschland und weltweit. Wir laden Sie herzlich ein, sich auf dem Portal über unsere geschlechterpolitische Arbeit zu informieren!

Mehr Informationen zu Geschlechtergerechtigkeit als Ziel und Geschlechterpolitik als Weg...
 


Themen

Gender Matters – wie Geschlecht unser Leben bestimmt

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Frauen und Männer und… – Gender und Vielfalt

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Geschlechtergerechtigkeit zählt – was tun?

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Fokus: #100 Jahre Frauenwahlrecht (Archiv)

| Gender | News

"... die Hälfte der Welt! 100 Jahre Frauenwahlrecht"

Eine ganze Ausgabe der Zeitschrift "Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte" mit historischen und aktuellen Analysen zum Frauenwahlrecht


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20.06.2018 | Gender | News

Frauen im Aufbruch: Download-Ausstellung des Archivs der Sozialen Demokratie

Plakatausstellung zur politischen Beteiligung der Frauen in den drei wichtigen politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts


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Gender-Blog

  • 10.10.2018

    FES-Publikation "Triumph der Frauen? The Female Face of the Far and Populist Right in Europe"

    Lange Zeit galten Wählerinnen als relativ immun gegenüber den Wahlangeboten rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien. Doch das hat sich geändert.

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  • 10.04.2018

    Kämpfe indigener Frauen in Ecuador

    Wie indigene Frauen in Ecuador es geschafft haben, als Führungspersönlichkeiten wahrgenommen zu werden.

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  • 21.03.2018

    Mit den Fäden fest in der Hand

    Buchvorstellung "Mit den Fäden fest in der Hand" in Südthüringen über das Wirken der AWO-Frau Lotte Lemke und ihre Vorbildfunktion für Frauen heute

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Veranstaltungen

Montag, 21.01.19 - Neubrandenburg

Film- und Diskussionsveranstaltung 'Die Hälfte der Welt gehört uns - Als Frauen das Wahlrecht erkämpften'

Vor 100 Jahren, im Januar 2019, wurde in Deutschland das Wahlrecht für Frauen umgesetzt. Die Friedrich-Ebert-Stiftung nimmt dies in Kooperation mit dem Frauenpolitischen Runden Tisch Neubrandenburg...


Donnerstag, 24.01.19 - Potsdam

Gerade dadurch sind sie mir lieb - Theodor Fontanes Frauen


Dienstag, 29.01.19 - Mainz

'Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber... Die schrecklich nette Homophobie in der Mitte der Gesellschaft

Nach der Ehe für alle verfestigt sich der Eindruck, für Lesben und Schwule sei so gut wie alles erreicht. Dabei ist Diskriminierung in Deutschland Alltag – nur etwa ein Drittel aller Homosexuellen...


Publikationen

Projeksione për një zhvillim të qëndrueshëm

Revista
Tirana

Zur Publikation


Wapler, Friederike

Die Öffnung der Ehe und ihre Folgen - Hinweise für eine erfolgreiche Begleitung ihrer Umsetzung

Hintergrundpapier
Berlin

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La producción de información criminal sobre violencia de género en Argentina

María Eugenia Carrasco - María Eva Pavón Tolosa - María Florencia Aguirre - Noelia Bermúdez - Fiorella Marzullo - Ana Clara Montañez - Bárbara Elizabeth María Sosa. - Buenos Aires : Fundación Friedrich Ebert, Noviembre 2018. - 33 Seiten = 220 KB, PDF-File. - (Análisis
Buenos Aires

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Geschlechtergerechtigkeit, Geschlechterpolitik und Feminismus

Das Ziel: Geschlechtergerechtigkeit

Geschlechtergerechtigkeit ist die "Freiheit zu unterschiedlichen und nicht nach Geschlecht vorgezeichneten Seins- und Lebensweisen auf der Basis von Gleichheit und in der Verteilung von Ressourcen, Einflussmöglichkeiten und Wertschätzung". So heißt es in der FES-Publikation "Geschlechtergerechtigkeit - Ein Orientierungsrahmen für emanzipatorische Geschlechterpolitik" (Pimminger 2014: 53). An diesem Maßstab orientiert sich die geschlechter- und familienpolitische Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Unsere Überzeugung ist: Ohne Geschlechtergerechtigkeit gibt es keine soziale Gerechtigkeit. Noch viele weitere Argumente sprechen für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft.

Aktuelle Studien geben Auskunft über den Wunsch junger Frauen nach Geschlechtergerechtigkeit, um ihre  Lebensentwürfe umsetzen zu können. Was Frauen in aller Welt davon abhält, ist die Geschlechterungerechtigkeit. In Südosteuropa beispielsweise zeigt sich diese besonders beim Einkommen, auf dem Arbeitsmarkt, im Steuer- und Bildungsystem, kurzum: hinsichtlich der sozioökonomischen Situation von Frauen.

Der Weg: Geschlechterpolitik

"Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin", heißt es in Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes. Im internationalen Kontext gibt es etwa mit der UN-Frauenrechtskonvention von 1979 (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women) ein internationales Vertragswerk für die Durchsetzung von Gleichberechtigung, bezüglich dessen die Vertragsstaaten in regelmäßigen Abständen Bericht erstatten müssen.

Unter anderem aus diesen Grundsätzen ergeben sich verschiedene Aufgaben und Handlungsfelder für Geschlechterpolitik, die ganz unterschiedliche Maßnahmen umfasst. Sie ist ein eigenes Politikfeld, jedoch mit der Besonderheit, als Querschnittsaufgabe auch für alle anderen Politikfelder relevant zu sein. Das bedeutet einerseits: Alle Politikmachenden sind für Geschlechterpolitik zuständig. Andererseits gibt es eigenständige Akteur_innen für Geschlechterpolitik. Die Strategie des Gender Mainstreaming ist der Königsweg einer verbindlichen, systematischen und umfassenden Querschnittspolitik.

Auch die Friedrich-Ebert-Stiftung macht Geschlechterpolitik: zum einen in den jeweiligen Arbeitsbereichen der Inlands- und Auslandsarbeit, zum anderen stiftungsweit.Geschlechterpolitische Arbeit der FES zum Weiterlesen

Dafür oder dagegen? Feminismus und Antifeminismus

Für oder gegen Gender und Vielfalt zu sein, wird immer mehr zur zentralen Chiffre für progressive (und feministische) Politik einerseits, oder konservativ-reaktionäre (und antifeministische) Politik andererseits. Den einen Feminismus gibt es nicht, sondern vielfältige Feminismen. Dabei gibt es einiges, was die Geschlechterpolitik hierzulande von Feministinnen aus dem Globalen Süden lernen kann.

Rechtspopulistische Positionen verfolgen dagegen eine rückwärtsgewandte und damit antifeministische Geschlechter- und Familienpolitik, die in Anti-Gender Campaigns oder unter dem Label des "Maskulismus" verbreitet werden.

FES-Publikationen zum Weiterlesen

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