Köhler, Kurt Mitglied der SPD. Einvernahme nach Denunziation 1940, Prozess 1942, Freispruch Politischer Werdegang und Funktion in der SPD SPD 1 Verfolgung Schutzhaft, 6 Tage 1933 1Mehrfache Einvernahmen von Mai 1941 bis Oktober 1941 1aufgrund einer Denunziation am 28.11.1940Infolge der Denunziation wurde Köhler wiederholt in den Gendarmerie-Stationen Maisach und Olching einvernommen.Er wurde beschuldigt, in einem Vorortszug am 26.11.1940 wehrkraftzersetzende Äußerungen gemacht zu haben. Der Denunziant übergab dem SA-Führer von Olching eine Aufzeichnung dessen, was er als Ohrenzeuge einer Unterhaltung Köhlers mit Mitreisenden gehört haben wollte, u.a.- der Krieg könne nicht gewonnen werden, nur verloren;- der Dreierpakt bringe uns keine Hilfe; Japan habe mit sich selbst zu tun; - auch über die Bombardierung Londons solle man sich keinen Täuschungen hingeben, das bekomme unsere Luftwaffe nicht klein; wir würden erst etwas erleben, wenn die Engländer mit den von Amerika gelieferten Langstreckenbombern zu uns kämen.Der Denunziant habe sich nicht eingemischt, weil der Spuk sonst zu Ende gewesen wäre. Er glaube, dass man "solchen Exemplaren in reinster Misskultur nur mit KZ begegnen könne." [1]ProzessSondergericht MünchenAnklage: Vergehen gegen das HeimtückegesetzUrteil vom 23.01.1942: FreispruchUrteilsbegründung: wegen erheblicher Zweifel an der Verlässlichkeit der Zeugenaussage Weitere Daten Schadenskategorie Schaden an Freiheit Quellenverweis 1 - StAM, Stanw 11210 StAM, Stanw Staatsarchiv München, Staatsanwaltschaften Quellenart:ArchivalienStatus:Unveröffentlichte Quellen