Loßmann, Julius Der Pfälzer Schuhmachergeselle Julius Loßmann ging mit 18 Jahren auf Wanderschaft und blieb in Nürnberg bis zu seinem Tode. Er trat 1900 der Gewerkschaft und der SPD bei und wurde 1907 Distriktobmann. 1912 legte er die Meisterprüfung ab, was ihm später sehr helfen würde. 1919 wurde er in Nürnberg zum Parteisekretär gewählt, und seit 1927 war er im Bezirkstag und im SPD-Bezirksvorstand Franken. Am 5.März 1933 noch in den Stadtrat gewählt, wurde er am 9.Mai 1933 verhaftet und am 30.Juni ins KZ Dachau bis 19.Februar 1934 verbracht. Danach eröffnete er in der Nürnberger Südstadt ein Schuhmachergeschäft, das über Jahre eine zentrale Anlaufstelle für Informations- und Gedankenaustausch der der Nürnberger Sozialdemokraten wurde. vom 19.8. bis2.9.1944 war im Zusammenhang mit dem 20.Juli wieder im KZ Dachau.Ende Mai 1945 organisierte er die ersten Sitzungen der noch nicht zugelassenen SPD in Nürnberg.Er war einer der 3 Vorsitzenden im Präsidium des 1. Parteitages 1946 in Hannover, auf dem er in den Bundesvorstand gewählt wurde, ab 1947 Parteisekretär für Franken und verantwortlich für den Parteitag 1947 in Nürnberg, wo er wiederum in den Bundesvorstand gewählt wurde. Seit 1946 im Beirat und dann im Stadtrat, wurde er 1948 Fraktionssekretär und 1949 - 1957 Bürgermeister von Nürnberg, von April 1951 bis Mai 1952 war er amtierender Oberbürgermeister.In Anerkennung seiner Aufbauarbeit nach 1945 wurde in seinem Stadtteil Gartenstadt die Hauptstraße nach ihm benannt. Politischer Werdegang und Funktion in der SPD SPD seit 1900 2Obmann (Distriktobmann) 1907 7Parteisekretär in Nürnberg (nach Martin Treu) 1919 - 1933 2, 7Mitglied im Bezirksvorstand ab 1927 7Mitglied im Bezirkstag ab 1927 7Stadtrat ab 05.03.1933 7 Werdegang in der SPD nach 1945 SPD 2Parteisekretär in Franken bis 1949 2Delegierter des 1. Parteitages in Hannover 1946Org. Leiter des 2. Bundesparteitages in Nürnberg 1947Mitglied des SPD-Bezirks- und Landesvorstandes 2Mitglied des Bundesausschusses 1946 7Mitglied des Parteivorstands 1947Beirat und Stadtrat in Nürnberg von 1946 bis 1957 22. Bürgermeister in Nürnberg von 1949 bis 1957 2Kommissarischer Oberbürgermeister in Nürnberg 01.04.1951 - 30.04.1952 2 Verfolgung Verhaftung am 09.05.1933 7Schutzhaft 3KZ Dachau vom 30.06.1933 bis 19.02.1934 4, 7KZ Dachau nach dem 20. Juli mit Doppelbalken als Rückfä (llig, Red.) Zugang am 23.08.1944 entlassen am 02.09.1944 3, 6, 7und überführtMeldepflicht jeden 2. Werktag zur gleichen Stunde 5 Weitere Daten Schadenskategorie Schaden an Freiheit Quellenverweis