Tischler, Markus

Mitglied der Eisernen Front. Verlust des Arbeitsplatzes aus politischen Gründen 1934.

Verfolgung

Entlassung aus politischen Gründen nach dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums (GWB) am 11.01.1934 1
Seine Beschwerde gegen die Entlassung „wegen kommunistischer Betätigung" wurde vom Innenministerium am 30.01.1934 abgewiesen mit der Begründung, erhabe an einem Marsch der Kommunisten am 23./24.04.1919 nach Kochel teilgenommen, wo die Räterepublik ausgerufen werden sollte. Dabei kam es zu einer Schießerei mit der Garmischer Volkswehr. Er wurde vom Volksgericht München am 16.10.1919 wegen Landfriedensbruch zu 4 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt.Dass diese Teilnahme an „kommunistischen Aufständen“ nicht Folge seines jugendlichen Alters [19 Jahre] gewesen, sondern einer „dauernden, marxistischen Gesinnung“ entsprungen sei, ergebe sich aus dem Beitritt zur Eisernen Front 1932 bis zu deren Ende. [1]

Weitere Daten

Schadenskategorie

  • Schaden im beruflichen und wirtschaftlichen Fortkommen

Quellenverweis

1 - BayHStA, MInn 80153

BayHStA, MInn

Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Staatsministerium des Inneren

2 - Münchner Stadtadreßbuch 1934

Münchner Stadtadreßbuch

Münchner Stadtadreßbuch. Adreßbuch der Landeshauptstadt München Bd. 83 ff. München 1933 ff.

Anmerkungen:
in Monacensia, Theresienstr. 23
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