Sand, Georg

Mitglied der SPD. Verlust des Arbeitsplatzes aus politischen Gründen 1933. KZ Dachau 1933.

Politischer Werdegang und Funktion in der SPD

SPD ab 1923
für 1 1/2 bis 2 Jahre 1, 3

Verfolgung

Fristlose Kündigung am 10.10.1933 bei Weitergewährung des Lohnes bis 24.10.1933 3
Entlassung aus politischen Gründen nach dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums (GWB) am 29.12.1933 1
Seine Beschwerde gegen die Entlassung wurde vom Innenministerium abgewiesen mit der Begründung, er habe den Hitlergruß auch dann noch verweigert, als dieser im Schlachthof bereits Pflicht war; ferner habe er im Fragebogen seine Zugehörigkeit zur SPD verschwiegen. Die Verweigerung des Grußes bestreitet er, er wurde jedoch durch einen Zeugen überführt. Selbst wenn der verweigerte Gruß aus „anfänglicher Scheu unterlassen“ wurde, sei die nationale Unzuverlässigkeit erwiesen durch das Verschweigen der SPD-Zugehörigkeit.
Arbeitslosigkeit bis 30.06.1936 3
Schutzhaft, 2 Monate ab 05.11.1933
Gefängnis der Polizeidirektion München, Ettstraße
Gefängnis München-Stadelheim
KZ Dachau

Weitere Daten

Schadenskategorie

  • Schaden an Freiheit
  • Schaden im beruflichen und wirtschaftlichen Fortkommen
  • Wirtschaftlich benachteiligende Tatbestände

Quellenverweis

1 - BayHStA, MInn 80151

BayHStA, MInn

Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Staatsministerium des Inneren

2 - Münchner Stadtadreßbuch 1934

Münchner Stadtadreßbuch

Münchner Stadtadreßbuch. Adreßbuch der Landeshauptstadt München Bd. 83 ff. München 1933 ff.

Anmerkungen:
in Monacensia, Theresienstr. 23
3 - BLFA LEA, BEG 22369

BLFA LEA

Landesamt für Finanzen Bayern, Landesentschädigungsamt

3 - BLFA LEA, BEG 22369

BLFA LEA, BEG

Landesamt für Finanzen Bayern, Landesentschädigungsamt, Bundesentschädigungsgesetz

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