Förtsch, Johann

Mitglied der SPD und der Eisernen Front. Entlassung aus politischen Gründen 1933.

Politischer Werdegang und Funktion in der SPD

SPD ab 1926 1

Verfolgung

Entlassung aus politischen Gründen nach dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums (GWB) am 11.12.1933 1
Seine Beschwerde gegen die Entlassung wurde am 20.01.1934 vom Innenministerium abgewiesen mit der Begründung, er habe nach Aussagen eines Zeugen bis zur „nationalen Revolution“ eifrig für die Eiserne Front agitiert und später häufige Kritik an den Maßnahmen der neuen Regierung geübt in dem Sinn, „dass die Herrschaft der jetzigen Regierung nicht mehr lange dauern werde und dass er damit rechne, dass seine Partei wieder ans Ruder kommen werde.“ Erst vor kurzem habe er geäußert, wenn er nicht mehr in den städtischen Dienst hineinkomme, gehöre er zu den 60 000, die eine neue Partei aufmachen.Nach den Angaben der BPP gebe es einen Verdacht auf frühere Zugehörigkeit zur Roten Armee.Auch bei besonders sorgfältiger Prüfung wegen des Frontkämpferstatus ergebe sich die Eigenschaft „national unzuverlässig". Er sei zu Recht aus dem städtischen Dienst entlassen worden.

Weitere Daten

Schadenskategorie

  • Schaden im beruflichen und wirtschaftlichen Fortkommen

Quellenverweis

1 - BayHStA, MInn 80149

BayHStA, MInn

Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Staatsministerium des Inneren

2 - Münchner Stadtadreßbuch

Münchner Stadtadreßbuch

Münchner Stadtadreßbuch. Adreßbuch der Landeshauptstadt München Bd. 83 ff. München 1933 ff.

Anmerkungen:
in Monacensia, Theresienstr. 23
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