Peter, Xaver Franz Vorstandsmitglied der SAPD. Beteiligt an Widerstandsaktionen der SAPD. Untersuchungshaft und Prozess 1937/38, Gefängnis und KZ Dachau, Flossenbürg und Buchenwald bis 1945. Schwere gesundheitliche Schäden. Der Hilfsarbeiter Franz Xaver Peter war ab 1928 bei der Städtischen Straßenbahn München angestellt. Nach zwei Jahren bei der Sozialistische Arbeiterjugend (SAJ) trat er 1924 zur SPD über und wechselte 1930 zur SAPD. Nach der Flucht des Vorsitzenden Franz Vogel 1933 wurde Peter einer der fünf Vorsitzenden und beteiligte sich am Wiederaufbau der SAPD, die in Kleinstgruppen illegale Schriften verteilte und von Mitgliedern Beiträge und Spenden für die Familien verhafteter Parteimitglieder sammelte. Aus der illegalen Arbeit zog er sich Ende 1935 zurück, weil nach dem Zugang eines Neumitglieds, das aber als Spitzel für die Gestapo arbeitete, ein Mitglied der SAPD verhaftet wurde. Er selbst wurde 1937 festgenommen. Das Oberlandesgericht München verurteilte ihn 1938 wegen eines Verbrechens der Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens zu zwei Jahren drei Monaten Gefängnis unter Anrechnung eines Jahres Haft.Nach seiner Entlassung wurde er in Schutzhaft genommen, die ihn kurz vor Kriegsbeginn bis Kriegsende in die Konzentrationslager Dachau, Flossenbürg, erneut Dachau und schließlich Buchenwald (Außenlager Langensalza) brachte. Am 12.5.1945 wurde er von den Amerikanern aus dem KZ Buchenwald entlassen.Er erlitt im Konzentrationslager schwere Gesundheitsschäden und war nach seiner Befreiung zu 100% arbeitsunfähig. Politischer Werdegang und Funktion in der SPD SPD von 1924 bis 1930 1, 5 Verfolgung Polizeiarrest/-haft 1Gefängnis München-Stadelheim vom 02.04.1937 bis 06.08.1937Untersuchungshaft 1Gefängnis München-Stadelheim vom 06.08.1937 bis 12.04.1938ProzessOberlandesgericht München (Hochverratsprozess Peter und 17 weitere Angeklagte)Anklage vom 09.02.1938: Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens, hier: "wobei die Tat auf Herstellung und Aufrechterhaltung eines organisatorischen Zusammenhalts und auf Beeinflussung der Massen durch Verbreitung von Schriften gerichtet war."Urteil vom 12.04.1938: Verbrechen der Vorbereitung eines hochverräterischen UnternehmensStrafmaß: Gefängnis 2 Jahre, 3 Monateunter Anrechnung von 1 Jahr HaftStrafhaft, 2 Jahre 3 Monate 1Gefängnis Landsberg a. LechGefängnis St. Georgen-BayreuthSchutzhaft 4,5Unabhängig von der Verbüßung der Strafe, mit der das Verfahren endete, wurde er in Schutzhaft genommen.KZ Dachau vom 26.08.1939 bis 27.09.1939Häftlingsnummer 34956KZ Flossenbürg vom 27.09.1939 bis 02.03.1940Häftlingsnummer 443KZ Dachau vom 02.03.1940 bis 14.09.1942KZ Buchenwald vom 14.09.1942 bis 12.05.1945Häftlingsnummer 9052Ab 03.11.1944 Außenlager LangensalzaAm 12.05.1945 wurde Peter von den Amerikanern krank und arbeitsunfähig aus Buchenwald entlassen. Weitere Daten Schadenskategorie Schaden an Freiheit Quellenverweis 1 - BArch, NJ 12685 BArch, NJ Bundesarchiv Berlin, Nationalsozialistische Justiz Quellenart:ArchivalienStatus:Unveröffentlichte Quellen 3 - Bretschneider, Widerstand S. 122-126 Bretschneider, Widerstand Bretschneider, Heike: Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus in München 1933-1945. Miscellanea Bavarica Monacensia Bd. 4. München 1968 Quellenart:Bücher und BroschürenStatus:Veröffentlichte Quellen und Literatur 4 - KZ-Gedenkstätte Dachau, Häftlingsdatenbank KZ-Gedenkstätte Dachau, Häftlingsdatenbank KZ-Gedenkstätte Dachau, Häftlingsdatenbank Quellenart:ArchivalienStatus:Unveröffentlichte Quellen 5 - BLFA LEA, EG 6282 BLFA LEA Landesamt für Finanzen Bayern, Landesentschädigungsamt Quellenart:ArchivalienStatus:Unveröffentlichte Quellen 5 - BLFA LEA, EG 6282 BLFA LEA, EG Landesamt für Finanzen Bayern, Landesentschädigungsamt, Entschädigungsgesetz Quellenart:ArchivalienStatus:Unveröffentlichte Quellen