Taschner, Hans Unterstützer der Widerstandsgruppe „Internationaler Sozialistischer Kampfbund“ (ISK). Verlust des Arbeitsplatzes aus politischen Gründen 1933. KZ Dachau 1935-1939. Der gelernte Kaufmann Hans Taschner war1932/33 bei der Arbeiterwohlfahrt München angestellt; mit deren Auflösung verlor er seinen Arbeitsplatz. Er bemühte sich vergebens um die Aufnahme in den ISK, dessen ideellen Hintergrund er durch Lektüre der Zeitschrift „Der Funke“ kennen und schätzen gelernt hatte. Dennoch unterstützte er Widerstandsaktionen des ISK. So nutzte er seine neue Stelle als Vertreter einer Münchner Firma im Rheinland, Berichte über den Reichsarbeitsdienst von Anton Ammer, einem Mitglied der Münchner Gruppe, an die Exilleitung des ISK weiterzuleiten. Er wurde im Juni 1935 verhaftet, weil er der Abfassung eines Flugblattes mit der Schilderung der Flucht eines KZ-Häftlings verdächtigt wurde. Aus Mangel an Beweisen erfolgte der Freispruch. Trotz des Freispruchs wurde er vom 20.12.1935 bis zum 20.4.1939 im KZ Dachau in „Schutzhaft“ genommen. Nach dem Krieg arbeitete Taschner in seiner ursprünglichen Firma in München, wo er von der Funktion eines Treuhänders zum Prokuristen und über den Teilhaber zum Alleinbesitzer aufstieg. Verfolgung Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund der Auflösung der Arbeiterwohlfahrt im Mai 1933Arbeitslosigkeit aus politischen Gründen vom Mai 1933 bis 1934Verhaftung am 13.06.1935 1, 2Er fand in seinem Briefkasten ein Flugblatt mit der Nachricht, dass ein Häftling aus dem KZ Dachau entflohen sei. Er vernichtete die Mitteilung, wurde aber von der BPP verhaftet unter dem Vorwand, er sei der Verfasser dieses Flugblatts gewesen.Polizeiarrest/-haft 1, 2, 3Gefängnis der Polizeidirektion München, Ettstraße vom 13.06.1935 bis 29.12.1935Gefängnis München-Stadelheim ab 29.06.1935ProzessEinstellung des Verfahrens am 12.12.1935wegen Mangel an BeweisenundAußerverfolgungssetzungSchutzhaft 1, 2, 4Unabhängig von der Aufhebung der Verfolgung und Einstellung, mit der das Gerichtsverfahren endete, wurde Taschner in Schutzhaft genommen.KZ Dachau vom 20.12.1935 bis 20.04.1939Häftlingsnummer 8851 Weitere Daten Schadenskategorie Schaden an FreiheitSchaden im beruflichen und wirtschaftlichen Fortkommen Quellenverweis 1 - Hertkorn, ISK Hertkorn, ISK Hertkorn, Anne-Barb: Die Münchner ISK-Gruppe Quellenart:Internet-VeröffentlichungenStatus:Veröffentlichte Quellen und Literatur 2 - Taschner, Auskunft 17.09.2009; 24.09.2009 Taschner, Auskunft Taschner, Hans: Auskunft vom 17.09. und 24.09.2009 Quellenart:AuskünfteStatus:Auskünfte 3 - StAM, PolDir 8575 StAM, PolDir Staatsarchiv München, Polizeidirektion Quellenart:ArchivalienStatus:Unveröffentlichte Quellen 4 - KZ-Gedenkstätte Dachau, Häftlingsdatenbank KZ-Gedenkstätte Dachau, Häftlingsdatenbank KZ-Gedenkstätte Dachau, Häftlingsdatenbank Quellenart:ArchivalienStatus:Unveröffentlichte Quellen 5 - SZ v. 28./29.12.2013 SZ Süddeutsche Zeitung Quellenart:PresseStatus:Veröffentlichte Quellen und LiteraturAnmerkungen:Sehr geehrte/r Frau/Herr , vielen Dank für Ihre Anfrage. Da wir keine Rechercheaufträge annehmen, und unser Archiv erst ab 1992 digitalisiert ist, können Sie SZ-Beiträge vor 1992 online in einer nur sehr geringen Auswahl zurück bis 1951 über die kostenpf