Wimmer, Anton

Mitglied der SPD und der Widerstandsgruppe „Rote Rebellen“ (Faltner). Verhaftung, Untersuchungshaft und Prozess 1935/1936. KZ Dachau 1936-1938.

Politischer Werdegang und Funktion in der SPD

SPD ab Januar 1933 1

Verfolgung

Schutzhaft 1, 3
Gefängnis der Polizeidirektion München, Ettstraße am 18.05.1935
Gefängnis München-Stadelheim vom 18.05.1935 bis 15.08.1935
Untersuchungshaft 1
Gefängnis München-Stadelheim vom 16.08.1935 bis 09.07.1936
Prozess
Oberlandesgericht München
Anklage vom 25.03.1936: Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens, hier: "wobei die Tat auf Beeinflussung der Massen durch Verbreitung von Schriften gerichtet war."
Er habe von Oskar Zelger im April 1935 eine oder zwei Nummern der "Sozialistischen Aktion" erhalten und ihm diese nach einigen Tagen wieder zurückgegeben.
Urteil vom 09.07.1936: Freispruch
Urteilsbegründung: Das Gericht hielt lediglich für erwiesen, dass Wimmer illegale Schriften von dritten Personen angenommen und in Besitz gehabt hat. Annahme und Besitz seien aber für sich alleine noch nicht geeignet, ein hochverräterisches Unternehmen zu fördern.
Erneute Schutzhaft 2, 4
Unabhängig von dem Freispruch, mit dem das Gerichtsverfahren endete, wurde Wimmer in Schutzhaft genommen.
Gefängnis der Polizeidirektion München, Ettstraße vom 09.07.1936 bis 15.07.1936
Gefängnis der BPP im Wittelsbacher Palais, München vom 15.07.1936 bis 21.07.1936
KZ Dachau vom 22.07.1936 bis 20.10.1938
Häftlingsnummer 10236

Weitere Daten

Schadenskategorie

  • Schaden an Freiheit

Quellenverweis

1 - BArch, NJ 9445

BArch, NJ

Bundesarchiv Berlin, Nationalsozialistische Justiz

2 - KZ-Gedenkstätte Dachau, Häftlingsdatenbank

KZ-Gedenkstätte Dachau, Häftlingsdatenbank

KZ-Gedenkstätte Dachau, Häftlingsdatenbank

3 - StAM, PolDir 8575

StAM, PolDir

Staatsarchiv München, Polizeidirektion

4 - StAM, PolDir 8580

StAM, PolDir

Staatsarchiv München, Polizeidirektion

5 - GDW Dr. Schilde

GDW

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

#http://www.gdw-berlin.de/home/#

URL Datum LZ:

nach oben