Dirscherl, Rupert Mitglied der SPD und der Eisernen Front. Verhaftung nach Denunziation, Untersuchungshaft und Gefängnis 1936/1937. Politischer Werdegang und Funktion in der SPD SPD von 1907 bis 1918 1SPD ab 1925 1 Verfolgung Hausdurchsuchung und Verhaftung am 19.11.1936 1aufgrund einer Denunziation am 10.11.1936Der Blockleiter denunzierte ihn bei der Gestapoleitstelle:Eine Frau, die bei Dirscherl wohnte, habe einer Parteigenossin erzählt, sie habe von ihm gehört, Hitler solle am 15.01.1937 erschossen werden. Er habe ihr auch gesagt, die Nazis hätten den Reichstag angezündet.Untersuchungshaft ab 20.11.1936 1Die Gestapoleitstelle überstellte ihn und seine Untermieterin am 20.11.1936 an den Ermittlungsrichter.ProzessSondergericht MünchenAnklage vom 01.12.1936: Vergehen gegen das HeimtückegesetzUrteil vom 19.12.1936Strafmaß: Gefängnis 4 Monateunter Anrechnung von 1 Monat UntersuchungshaftStrafaussetzung auf Bewährung am 07.04.1937aufgrund eines Gnadengesuchs: die Äußerungen seien nicht aus staatsfeindlicher Gesinnung, sondern aus Unbedachtsamkeit und Leichtsinn gefallen. Weitere Daten Schadenskategorie Schaden an Freiheit Quellenverweis 1 - StAM, Stanw 8412 StAM, Stanw Staatsarchiv München, Staatsanwaltschaften Quellenart:ArchivalienStatus:Unveröffentlichte Quellen 2 - Münchner Stadtadreßbuch 1937 Münchner Stadtadreßbuch Münchner Stadtadreßbuch. Adreßbuch der Landeshauptstadt München Bd. 83 ff. München 1933 ff. Quellenart:Bücher und BroschürenStatus:Veröffentlichte Quellen und LiteraturAnmerkungen:in Monacensia, Theresienstr. 23